Der Businessplan muss ansprechend aussehen ohne arrogant zu wirken. Man muss sich beim layout immer vorstellen, wer den Businessplan später in den Händen halten wird.

Und da darf der Businessplan den Banksachbearbeiter optisch nicht erschlagen. Schließlich benötigt man dessen Wohlwollen.

Regel1:

Der Businessplan darf keine Rechtschreibfehler enthalten und muss ganze Sätze enthalten.

Regel2:

Der Businessplan muss ordentlich ausgedruckt sein, keine schiefen Seiten oder verschmierte Schrift aufweisen.

Regel3:

Der Businessplan sollte ein Vorblatt besitzen.

Regel4:

Der Businessplan sollte geheftet oder gebunden sein.

Regel5:

Der Businessplan benötigt noch kein späteres Firmenlogo.

Regel6:

Der Businessplan darf nicht geknickt sein oder Eselsohren haben, mit Fettfingern beschmiert sein oder nach Knoblauch stinken.

Regel7:

Der Businessplan darf auch handschriftlich verfertigt sein. Wenn er aber gedruckt ist, dann sollte er eine gängige Schriftart haben (Arial etc), keine WordClipArts, keine Smilies. Es handelt sich um einen offiziellen Text und nicht um eine spielerische SMS.

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Die Erzieherin schimpft. Sie gibt es zu, manchmal geht ihr einfach die Hutschnur über.

[V2] Wegrennen / Run away
Creative Commons License photo credit: MarvinSiefke

Sie schimpft über ein unaufgeräumtes Zimmer, nennt es Saustall, erzeugt Druck und Tränen……

….und erreicht keine langfristigen Veränderungen. Für den kurzen Moment wird zwar das Zimmer aufgeräumt, aber keine drei Tage später….

Sie schimpft über den nicht abgeräumten Tisch nach einer Mahlzeit, bekommt die Krise, droht mit Kündigung, erzeugt Druck und betretene Gesichter…..

….und erreicht langfristig nichts, aber auch gar nichts. Gestern nachmittag war der Tisch wieder voll mit Zeug, voll mit Krümeln., voll mit Kram….

Sie schimpft über hingeschmissene Jacken, über den Flur versperrende Inliner, über leere Wurstpackungen im Kühlschrank, über auf dem Boden liegende Lockenstäbe.

Und? “Mit welchem Erfolg?” fragt die Unternehmerin. “Passen die eingesetzten Mittel mit den erreichten Milesstones überein? Sind die Ziele vorher definiert worden? Sind die Konsequenzen bei Nichterfüllung definiert?”

Ich schimpfe ohne langfristigen Erfolg. Also kann ich es auch lassen.

Ob ich das schaffe?

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Druckversion Businessplan_Checkliste

Diese Checkliste soll helfen, einen inhaltlich sauberen Businessplan zu erstellen.

Der Businessplan wird leider völlig überbewertet, aber man muss ihn haben.
Der Businessplan ist das Aushängeschild, das die neue Geschäftsidee bei Banken oder Investoren vorstellt.

Man muss sich bei der Formulierung des Businessplans also immer vor Augen halten, dass die Darstellung so ausführlich, aber nicht langweilend sein muss, dass ein Dritter eine Vorstellung über die Idee und ihre Umsetzung entwickeln kann.
Da sich niemand einen mehrseitigen Fließtext durchliest, empfiehlt es sich, den Businessplan in folgend Rubriken einzuteilen:

GeschäftsIdee

Zielgruppe/Marktpotential

Marktanalyse/Konkurrenz

Vertrieb/Marketingmaßnahmen

Finanzierung

Erlösaussichten

Liquiditätsplan


GeschäftsIdee
Die ProduktIdee oder DienstleistungsIdee beschreibt möglichst detailliert, was man verkaufen will.
Was kann das Produkt?
Was bietet das Produkt?
Welche Eigenschaften hat das Produkt?
Welche Dienstleistung wird angeboten?
Welches Personal wird bei Dienstleistungen eingesetzt?

Bei meiner KindergartenIdee habe ich hier beschrieben, welche Leistungen der Kindergarten anbietet, welche Angebote die Kinder wahrnehmen können, welches pädagogische Konzept verfolgt wird, in welchen Sprachen unterrichtet wird, welche Ansprüche an die Räume und das Umfeld gestellt werden und welche Gruppengröße geplant wird.

Der Anspruch an diese Rubrik ist, dass der Leser am Ende so genau über das Produkt Bescheid weiß, dass er eine Kaufentscheidung treffen könnte.

Zielgruppe/Marktpotential
Bei der Definition der Zielgruppe ist zu empfehlen, dass man ohne Wenn und Aber die genaue Käufergruppe benennt. Wen spricht man mit dem Produkt an? Warum spricht man diese Gruppe an? Gibt es diese Gruppe überhaupt? Wie groß ist die Gruppe?
In dieser Rubrik sollte man nicht mit Hellseherei oder ‘eventuell’ formulieren. Wer seine Zielgruppe nicht beschreiben kann und ihre Größe kennt, kann auch keine Erlösaussichten berechnen und stellt seine Idee damit schon ins Abseits.
Bei meiner KindergartenIdee habe ich die berufstätigen Eltern aus höheren Einkommensschichten ansgesprochen und habe mit Hilfe statistischer Daten und Interviews die Anzahl der potentiellen Eltern ermittelt.

Der Anspruch an diese Rubrik ist, dass der Leser am Ende genau nachvollziehen kann, welche Käuferschicht oder Art der Auftraggeber angesprochen werden soll und ob es diese Zielgruppe überhaupt gibt. Die Analyse der Zielgruppe muss absolut nachvollziehbar dargestellt werden, denn das ist die Säule der Erlösaussichten und damit des Marktpotentials.

Marktanalyse/Konkurrenz
Es wird positiv aufgenommen, wenn man einige Worte über seine Konkurrenz verlieren kann. Das zeugt von einer tiefen Marktanalyse, bei der man ermittelt hat, ob es ähnliche Geschäftsideen bereits gibt, zu welchem Preis sie angeboten werden, welches Leistungsspektrum abgedeckt wird und wie die Vertriebswege sind. Praktisch ist es, wenn man anhand statistischer Daten eine erhöhte Nachfrage für die Geschäftsidee nachweisen kann. Die Rubrik “Marktanalyse” beschreibt das bestehende Angebot wohingegen die Rubrik “Zielgruppe” die erwartete Nachfrage beschreibt.

Bei meiner KindergartenIdee habe ich das Angebot von Kindereinrichtungen beschrieben und das fehlende Angebot analysiert. Dabei haben statistische Auswertungen und Interviews geholfen.

Der Anspruch an diese Rubrik ist, dass der Leser am Ende genau abschätzen kann, ob die neue Geschäftsidee seiner Meinung nach am bestehenden Markt mithalten kann oder ob die Marktgängigkeit nicht gegeben ist.

Vertrieb/Marketingmaßnahmen
Wie wird die neue Geschäftsidee an den Mann gebracht?
Welche Vertriebswege werden genutzt?
Welche Vertriebswege werden neu aufgebaut?
Wie wird geworben?
Wo wird geworben?
Gibt es Kooperationspartner?
Die Vertriebs- und Marketingmaßnahmen müssen zwingend zur beschriebenen Zielgruppe passen. Wenn ältere Käufer angesprochen werden sollen, dann ist die ausschließliche Online-Vermarktung sicherlich nicht das probate Mittel. Diese Widersprüche müssen vermieden werden und zeugen von einer oberflächlichen Gründungsplanung.

Bei meiner KindergartenIdee war das Marketing einfach: Flyer und Mundpropaganda plus ein großer Kooperationspartner. Fertig.

Der Anspruch an diese Rubrik ist, dass der Leser am Ende genau querprüfen kann, ob die Zielgruppe mit den Marketingmitteln erreicht wird und ob die Vertriebswege zur Geschäftsidee passen. Diese Rubrik muss sauber formuliert werden, denn hier sind erstmalig im Businessplan Plausibilitätsprüfungen zu vorangegangenen Rubriken möglich.

Finanzierung
Wenn die neue Geschäftsidee Geld benötigt, um umgesetzt werden zu können, dann muss das Investitionsvolumen und ein Betriebskostenkredit für die ersten Monate beziffert werden und die Refinanzierung dargestellt werden. Wichtig ist jedoch, dass realistisch aufgelistet wird, was angeschafft werden muss und wieviel das kostet.
Die Kostenschätzungen sollten mit Angeboten untermauert werden können und nicht nur solche “also ich schätze mal, dass das soviel kostet…”-Summen sein. Gerade die Finanzierung interessiert die Bank sehr und dieses Metier verstehen sie. Bei der Finanzierung sollte man sauber arbeiten und saubere, geprüften Investionskosten vorlegen.

Bei meiner KindergartenIdee war auch das einfach, denn wir haben die Preise aus dem Ikea-Katalog und einem Kindergarten-ausstattungsanbieter genommen, noch dazu die Kosten für den Kauf eines Gebäudes. Die Betriebskosten ergaben sich aus fixen und variablen (abhängig von der Anzahl der Kinder) Kosten.

Der Anspruch an diese Rubrik ist, dass der Leser am Ende genau nachrechnen kann, ob man mit dem benannten Investitioaufwand die Geschäftsidee auch tatsächlich umsetzen kann.

Erlösaussichten
Ich empfehle, die Einnahmen pro Monat darzustellen, da man dann diese Übersicht auch gleich für die Liquiditätsplanung benutzen kann. Welche Erlöses erwartet man in Monat1 nach der Gründung, in Monat2 nach der Gründung etc. Wie wird sich die Nachfrage entwickeln? Welche Nachfrage besteht schon derzeit vor der Umsetzung der neuen Geschäftsidee? Hier sind ein paar hellseherische Fähigkeiten gefragt, aber die Planung muss realistisch bleiben. Lieber sollte man sich hier etwas ärmer rechnen, als dass man nachher auf seinen Schulden sitzen bleibt.

Bei meiner KindergartenIdee habe ich die Anzahl der Kinder mit den Tagesätzen multipliziert und habe eine Zunahme der Kinder angenommen. Wie und in welcher Geschwindigkeit die Kinder zu uns kommen würden, konnte ich natürlich auch nur schätzen.

Der Anspruch an diese Rubrik ist, dass der Leser in dieser Berechnung das Konzept der Geschäftsidee wiederfindet. Die beschriebene Größe der Zielgruppe unter Berücksichtigung der beschriebenen Marktanalyse samt erzielbaren Preise, der Marktentwicklung und der Nachfrageermittlung sowie der Etablierung der beschriebenen Vertriebswege: alles fließt hier ineinander und muss schlüssig sein.

Liquiditätsplan
Der Liquiditätsplan stellt die zu erwartenden Ausgaben den geplanten Einnahmen gegenüber und zeigt, wann mit monatlichen Überschüssen zu rechnen ist.
Fixkosten sind z.B. Personalkosten, Reinigungskosten, Zinsen, Versicherungen, Miete
Variable Kosten sind z.B. Produktionskosten, Personalkosten für Aushilfen, Strom-Gas-Wasser, Instandhaltungskosten, Verwaltungskosten (Telefon, internet etc).
Ich empfehle, die Ausgaben pro Monat darzustellen. Welche Kosten erwartet man in Monat1 nach der Gründung, in Monat2 nach der Gründung etc. Wie werden sich die Kosten entwickeln?

Der Anspruch an den Liquiditätsplan ist, aufzuzeigen, dass man sich mit den Kosten und Erlösen beschäftigt hat und dass man in der Lage ist, die geschäftliche Situation richtig einzuschätzen.

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Businessplan: Vor- und Nachteile

17 Mrz 2010 In: Unternehmerin

Ein Businessplan ist lediglich ein Korsett, in das ich meine Gedanken quetschen kann, um Struktur zu gewinnen. Aus meiner Erfahrung wird dem Businessplan viel zu viel Bedeutung beigemessen.
Ein Businessplan soll die unternehmerische Idee und ihre Umsetzung samt Erfolgsaussichten vorstellen.

Cosmic Hand
Creative Commons License photo credit: h.koppdelaney

Die Vorteile:
- der Businessplan zwingt mich, meine Gedanken zu strukturieren. Das hilft, um die Spreu vom Weizen zu trennen, denn beim Schreiben es Businessplans fällt ganz schnell auf, welche Ideen überhaupt strukturierbar sind.
- der Businessplan zwingt mich, mich mit meiner Konkurrenz auseinander zu setzen und eine Marktanalyse zu betreiben. Das bewahrt manchmal vor einer gewissen Blauäugigkeit.
- der Businessplan fordert von mir aus der Blase des Brainstormings ausformulierte Sätze in Hochdeutsch zu bilden. Das klingt jetzt vielleicht komisch, aber häufig zerplatzen Ideen, sobald sie ausführlich beschrieben werden müssen.
- der Businessplan hilft mir, meine Ideen bis ins Detail zu durchdenken. Häufig erkennt man dann erst die Hürden, die in der ersten Euphorie unbeachtet blieben.

Nachteile:
- der Businessplan schluckt zuviel kreative Zeit. Anstatt zu kalkulieren, zu motivieren und zu vertreiben feilt man Wochen an diesem Businessplan, nur um der Bank einen abheftbares Gewissen zu verschaffen.
- der Businessplan muss für die Bank anders formuliert werden als für einen stillen Gesellschafter oder die IHK, weil die Schwerpunkte andere sind.
- der Businessplan kann nicht alle Eventualitäten abdecken. Wenn man alles vorhersehen und analysieren könnte, wäre man Hellseher und nicht Unternehmer
- der Businessplan wird überbewertet. Statt die Unternehmerqualitäten zu begutachten orientieren sich alle an dem Konzept und suchen dort Widersprüchlichkeiten.

Ohne Businessplan brauche ich gar nicht zur Bank zu gehen. Dort sitzen Kreditsachbearbeiter, die dann meine unternehmerische Idee, die Preisgestaltung und die Marktrelevanz beurteilen.
Es tut mir leid: ich spreche diesen Bankern, bei aller Erfahrung, diese Kompetenz ab.
Ich stimme zu, dass sie den Businessplan auf Konsistenz und Vollständigkeit überprüfen können. Ich stimme auch zu, dass es Sinn macht, das unternehmerische Konzept von Fachfremden hinterfragen zu lassen. Aber die unternehmerische Beurteilung können meines Erachtens abhängig Beschäftigte, deren Gehalt bei Urlaub und Krankheit weiter fließt, nicht übernehmen.
Aber solange das noch so ist, wird es auch weiterhin den Businessplan in seiner strengen Form und seinen hellseherischen Komponenten geben.
Ich empfehle, die Vorteile zu nutzen und sich nicht über die Nachteile zu ärgern!

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Die Unternehmerin sucht hungrig nach neuen Herausforderungen. Sie hat weniger Aufträge angenommen, kämpft mit den finanziellen Einbußen, nur um ein bißchen freier zu sein.
+Freier, um kreative Ideen Raum zu geben, die sonst im monotonen Arbeitsalltag als ‘irrsinnig’ abgeschmettert wurden.
+ Freier, um neue Wege zu entdecken, die sonst im Dämmerlicht der Müdigkeit immer verschwanden.
+ Freier, um neue Konzepte zu Ende zu denken, die sonst im Anfangstadium liegen blieben, weil die Energie nach einem langen Arbeitstag fehlte.
+ Freier um der Freiheit willen.

Die KindergartengründungsIdee war planerisch der erste AusbruchVersuch aus den eingefahrenen Wegen.
Natürlich haben eingefahrene Wege auch unbestreitbare Vorteile:
man kann auf 100% Erfahrung zurückgreifen, die Arbeit fällt einem leicht, die Probleme werden schnell erkannt, die Beratung geht leicht von der Hand, es macht Spaß, weil man sich sicher fühlt.
Aber man ruht sich auch sehr schnell auf dieser Erfahrung aus und vernachlässigt aus Bequemlichkeit neue Herausforderungen.

Die Leute halten mich für bekloppt, weil ich nicht mit hängender Zunge den Aufträgen hinterherlaufe, sondern plötzlich von ‘Kreativität’ und ‘Freiheit’ fasele.
Nein, keine Sorge, die Unternehmerin ist nicht auf einem Selbstfindungstripp zweifelhafter Herkunft, sondern ist einfach nur unternehmerisch.
Und das kann man nicht, wenn man ausgelaugt und müde ist.

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Liebe BäckereiFachverkäuferin,

Vielen Dank, dass Sie mir heute zwei Brötchen zusätzlich geschenkt haben, weil es Ihnen offensichtlich peinlich war, wie klein die Brötchen heute waren. Alternativ hätte ich auch mit Ihnen über den Preis feilschen können oder einen anderen Bäcker aufsuchen können.
So jedoch haben Sie mit minimalem Aufwand und minimalen Kosten Ihrem Bäcker den Umsatz von 10 Brötchen gesichert.
Und eine beeindruckte Kundin an die Bäckerei gebunden.
Außerdem hatten Sie das Glück, dass die von Ihnen verkauften Brötchen auch noch knusprig und schmackhaft waren.
Ich hoffe, Ihr Bäckermeister weiß Ihren Einsatz zu schätzen. Ich wünschte, Ihr Dienstleistungsgedanke wäre in der Gesellschaft weiter verbreitet, das würde dann manches vereinfachen und netter machen.

Ich wünsche Ihnen einen guten Tag
Ihre Frau sevenjobs

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ich glaube, ich wäre ein schlechter Eskimo :-(

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Als Selbständiger kommt man viel mit Personen zusammen,

Spuren am Strand
Creative Commons License photo credit: Roadrunner38124

die man noch gar nicht kennt.

Spontan muss man sich auf sein Gegenüber einstellen und
irgendwie einen guten Eindruck hinterlassen. Umgekehrt erinnere ich mich
nach einem Gespräch eher an den ersten Eindruck, den der neue
Gesprächspartner auf mich ausgeübt hat, als an den Inhalt des Gesprächs
selber.
Ich erlebe häufig, dass sich Selbständige der Bedeutung des ‘ersten
Eindrucks’ durchaus bewußt sind, und deshalb auf die irre Idee kommen, ihren ‘ersten Eindruck’ regelrecht zu planen und einzustudieren.

Davon möchte ich abraten. Ein einstudiertes, aufgesetztes Verhalten wirkt immer gekünstelt, unecht, kalt und abweisend.

Ein einstudiertes Verhalten birgt auch die Gefahr, dass man auf Geschehnisse außerhalb der geübten Gesten falsch oder unpassend reagiert. (Lustig ist das immer im Restaurant zu beobachten, wenn abweichend zur normalen Menüfolge eine Zwischenmahlzeit angeboten wird.)

Ich glaube, dass es 6 Punkte gibt, die einem Sicherheit geben ohne jedoch einstudiert zu wirken:
1. Blickkontakt.

Im Gespräch gefällt es mir gut, wenn mein Gegenüber mich anguckt. Wenn ich die Möglichkeit habe aus seinen Augen und seiner ungeplanten Mimik seine Gedanken abzulesen. Ein offener Blickkontakt wirkt auf mich selbstbewußt und stellt beide Gesprächspartner auf eine Ebene.
2. Natürlichkeit.

Es gefällt mir, wenn mein Gegenüber seine Körpersprache nicht unterdrückt. Ich leite aus dieser Körpersprache soviel ab, dass ich so die Chance habe Widersprüche zwischen Gesagtem und Gemeintem abzuleiten.
3. Benehmen.

Ich achte besonders auf die Haltung. Eine aufrechte gerade Haltung gefällt mir im ersten Eindruck besser, als so ein schluffiger Buckeltyp.  Breitbeiniges Sitzen läßt mich aggressiv werden, denn dadurch wirkt mein Gegenüber unhöflich und arrogant. Was er dann auch bisher immer war. Frauen können sich ganz gut behelfen, in dem sie Schuhe mit mittelhohen Absätzen tragen. Dadurch kann man gar nicht anders, als mit erhobenen Kopf im Gleichgewicht zu laufen.
4. Distanz.

Wer die <strong>Unternehmerin</strong> anfaßt, kann gleich wieder gehen. So ein zustimmendes Tätscheln auf den Arm oder ein aufdringliches Heranrutschen macht mich wahnsinnig. Ich brauche Distanz, mindestes 1 Meter um mich herum, da empfinde ich übertriebene Nähe als aufdringlich.
5. Höflichkeit.

Tür aufzuhalten oder Mantel abnehmen sind nicht out, sondern sind Signale, die Wertschätzung ausdrücken. Ich beobachte genau wie mein Gegenüber darauf reagiert, ob er überhaupt reagieren kann. Die Höflichkeit darf natürlich nicht in eine Unterwürfigkeit abgleiten, das wirkt dann anbiedernd.
6. Echtheit.

Wer seine Körpersprache bewusst manipulieren will, wirkt schnell gekünstelt und kalt und ist unsicher, wenn die Abläufe von seinen einstudierten Verhaltensweisen abweichen.

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Ich stehe mit dem Auto in der Warteschlange vor einer Ampel. Plötzlich steigt der Fahrer vor mir aus und klopft an mein Fenster. “Ihr rechtes Licht ist kaputt. Soll ich das mal eben reparieren?”

Viva o Circo
Creative Commons License photo credit: andreaguim

Wie jetzt, jetzt sofort, einfach so? Ich bin völlig überrascht.
“Ja, folgen Sie mir einfach auf den nächsten Parkplatz, dann mache ich das schnell.”
Ohne nachzudenken, einfach nur die riesige Zeitersparnis vor Augen, die mir diese Lösung im Vergleich zur Werkstattlösung bringt, folge ich dem mir unbekannten Mann auf einen schattigen, dunklen Parkplatz im Wald.

Da erst überkommt mich ein Unbehagen, das durch Fernsehen und Berichterstattung gefüttert wird.
Anstatt einfach an das Gute im Menschen zu glauben, ziehen Bilder von Vergewaltigung und Raub durch meinen Kopf.
Dabei will der Mann einfach nur mein Licht reparieren und 10 EUR verdienen. Dienstleistung pur, sonst nichts.

Und was soll mir schon passieren: schließlich bin ich 39+!

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Schule = Unplanbarkeit

10 Mrz 2010 In: Erzieherin

Ich liebe Unplanbarkeit, weil aus Unplanbarkeit und Unberechenbarkeit Kreativität entstehen kann.
Aber nicht, wenn es um Kinder geht, die zum ersten Mal in ihrem Leben einen Vortrag halten sollen.
Kind2 und Kind3 sollen in jeweils unterschiedlichen Schulen in ihrer Klasse einen Vortrag halten.
Der Vortrag soll am Dienstag stattfinden. Ja, genau am Dienstag, genau in dieser und jener Stunde.
Kind3 kommt um vor Lampenfieber, trägt uns den Inhalt vor, versucht locker zu sprechen und ganz normal zu sprechen und ist sooooooooo aufgeregt.
Kind2 übt seinen Vortrag ebenfalls, sammelt noch interessante Informationen und bespricht den Vortragsaufbau. Kind2 ist noch stiller als sonst, was auf tierische Aufregung hin deutet.
Es ist Dienstag.
Und weder Kind2 noch Kind3 haben ihren Vortrag halten dürfen.
Lehrerin: “Ach, es paßt jetzt heute nicht so gut, wir machen lieber noch was anderes, dann könnt Ihr ja morgen oder so vortragen!”

Ja, Frau Lehrerin, dann gucken wir mal morgen oder so, ob mein Kind dann überhaupt noch Lust hat vorzutragen. Demotivieren kann ich auch alleine!

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sevenjobs

Sieben Jobs täglich bewältigen wir berufstätigen Mütter im Minimum, das ist wirklich kein Grund sich zu verstecken. Organisation, Abstriche und Leichtigkeit sind notwendig, um nicht unterzugehen.

Kinderschuhe kaufen: gesammelte Erfahrungen

Tagesmutter auswählen: erprobte Erfahrungen



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Neu im Haus!

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