Karriereberatung: 7 Berufe prägen eine Frau
Die Unternehmerin trifft immer häufiger andere Unternehmerinnen, die für eine Lebensspanne den Job wechseln und sich der nicht minder anspruchsvolle Aufgabe der Kindererziehung und Hauswirtschaft widmen.
Es ist eine von vielen abwechslungsreichen Phasen in ihrem Leben als Richterin, als Krankenschwester, als Ärztin, die sie jedoch schon lange nicht mehr zur “Nur-Hausfrau” abstempeln.
Wenn jetzt auch noch die Presse diesen diffamierenden Begriff vergessen könnte, dann würde es wieder passen.
Denn wir sind in manchen Punkten schon viel weiter als die öffentliche Wahrnehmung, oder?
TweetSeit Pauline Rose Clance 1978 zum ersten Mal das Hochstapler-Syndrom bei Frauen entdeckt hat, ist es bis heute ein seminar- und coachwürdiges Thema geblieben.

photo credit: dierk schaefer
Sicherlich kennen Sie auch eine oder mehrere Frauen (veilleicht trifft es sogar Sie persönlich), die auf ihrem Gebiet eine Expertin ist. Darin sind sich alle einig.
Sie hat beeindruckende Erfahrung,
sie ist kompetent,
sie ist belastbar,
sie arbeitet grenzenlos,
sie entscheidet weit- und umsichtig.
Kurz und knapp: sie ist eine erfolgreiche Frau!
Wenn Sie diese Frau aber interviewen und nach ihrem Erfolgsrezept fragen, dann trauen Sie Ihren Ohren nicht:
“Mein Erfolg ist nur Zufall, ich weiß auch gar nicht, ob ich das Lob wirklich verdient habe, ich habe doch nur Glück gehabt, dass ich zur rechten Zeit am rechten Ort war, die Anerkennung ist übertrieben.”
Diese Frau glaubt subjektiv in der Tat, dass ihr Erfolg sich nicht “echt” anfühlt und dass er vor allem nicht reproduzierbar sei. Sie hat Angst, dass alle Welt erkennen könnte, dass sie ja eigentlich nur eine Hochstaplerin ist, die über null Wissen verfügt und nur durch Zufall auf diese Position gerutscht ist.
Aus dieser Angst heraus, wird sich die Frau immer noch mehr und noch mehr anstrengen, wird jede neue Herausforderung noch intensiver und detaillierter bearbeiten, damit dann wieder super neue Erfolge erringen, und diese dann trotzdem wieder für Zufall halten.
Die Frau kann nicht an ihren eigenen Erfolg glauben. Sie kann sich nicht auf den Tisch stellen und ihre erfolgreichen Projekte objektiv betrachten.
Sie sieht einzig und allein Fehler und Hochstapelei und Zufälle.
Diese Frau wird Aufstieg oder Ausstieg erleben.
ENTWEDER
bearbeitet sie jede neue Herausforderung weiterhin mit grenzenlosem Einsatz, dann wird sie zwangsläufig immer interessantere Aufgaben bekommen und aufsteigen
ODER
sie wird im BurnOut enden und aussteigen.
Frauen, die unter dem Hochstapler-Syndrom (engl.: The impostor phenomenon) leiden, lehen Führungsposition ab, aus Angst, man könne ihre Inkompetenz erkennen.
Frauen mit Hochstapler-Syndrom verinnerlichen Kritik und vergessen positives FeedBack.
Meine Empfehlung:
Versuchen Sie, den Wald trotz aller Bäume zu sehen. Nur Gabelstapler sind Hochstapler :-)
Sie haben das alles ganz alleine geschafft. Natürlich gibt es tausend positive Umweltfaktoren, die Ihnen den Weg geebnet haben, aber auch diese Umweltfaktoren haben Sie geschaffen und organisiert.
Glauben Sie an Ihren eigenen Erfolg und kommunizieren Sie ihn.
Sie müssen ja nicht gleich in Protzerei verfallen, imitiieren Sie niemals Männer in diesem Punkt, sondern finden Sie Ihren eigenen charmanten Weg. Aber seien Sie nicht devot und verscheuchen Sie Ihre Selbstzweifel.
Verstecken Sie sich nicht, es besteht kein Grund dazu!
Emotionen können wir im Business nicht ausschalten. Jedes Bauchgefühl, jeder erste Eindruck, jede Sympathie resultiert aus emotionalen Einschätzungen.

photo credit: kevin dooley
Solange Sie sich Ihrer Emotionen bewußt sind und diese hinterfragen, sind Gefühle ein hilfreicher Weggefährte auf dem Weg durch den Berufsalltag.
Aber wieviel Emotionen lasse ich zu? Wo ist die Grenze?
Eine erfolgreiche IT-Leiterin in einem großen Krankenhaus verbringt täglich 3 Stunden in Bus und Bahn, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Sie ist uneines mit ihrem Chef, sie ist überfrachtet mit Aufgaben, sie ist auf dem besten Weg in die innere Kündigung.
Da bietet sich ihr eine neue, aus meiner Sicht brilliante Chance für einen Neuanfang. Ein Krankenhaus in ihrem Wohnort bietet ihr eine kreative Stelle mit Entwicklungspotential und unternehmerischer Verantwortung.
Da kann man doch eigentlich nur noch fragen: “Und wann fängt sie an?”, oder?
Aber weit gefehlt.
In diesem neuen Krankenhaus ist vor 2 Jahren ihre SchwiegerMutter gestorben.
Und deshalb kann sie dort nicht arbeiten.
Sie kann diese emotionale Belastung ihrer Familie nicht aufbürden.
Sie lehnt das Stellenangebot ab.
Nochmal erhält sie diese Chance nicht und es wird sich herumsprechen, dass diese IT-Fachkraft im Extremfall nicht belastbar ist. Im MännerBusiness wird die Entscheidung auf Unverständnis stoßen, da alle harten Kriterien Eindeutig für den Stellenwechsel sprechen.
Oder ist sie einfach nur taff und selbstbewußt genug, ihre Grenzen zu kennen?
Auch Karrieretrainer stoßen an ihre Grenzen und lernen immer wieder dazu: und das ist auch gut und hilfreich!!
Eine Binsenweiheit, ich weiß, aber dennoch bestätigt sich dieser Satz bei allen Umfragen von Businessfrauen immer wieder.

photo credit: kevin dooley
Politisch korrekt ist es derzeit, dass jeder erwartet, dass Frauen mit ihrer Arbeit genau so zufriedener sind wie Männer.
Häufig werden Frauen und Männer gleich gestellt und es wird erwartet (oder gewünscht, erhofft, für emanzierpiert gehalten), dass Männer und Frauen dieselben Dinge mögen, die selben Ziele haben, dasselbe Glück empfinden.
Aber warum nimmt niemand an, dass Frauen andere Ziele haben könnten?
Internationale Studien, allen voran Sara Haviland in ihrer Analyse 2004, stellen fest, dass es im Berufsleben ein Genderparadox gibt.
Frauen verdienen als Gruppe weniger (weil sie keine Führungsposition haben, weil sie teilzeit arbeiten, weil sie wenige Überstunden machen, weil sie keine technischen Berufe haben) und sind in Führungspositionen seltener vertreten.
Dennoch schätzen sie ihre Arbeitszufriedenheit höher ein als die Männer.
Warum ist das so?
Aus meiner Erfahrung betrachten Frauen ihren Arbeitsbereich nicht also isolierten Bereich, den sie gesondert für sich bewerten.
Für Frauen ist der Beruf nur EIN Teil ihres Lebens, ein Lebensbereich, gleichwertig neben den vielen anderen Bereichen wie private Finanzmanagerin, Krankenschwester für die Kinderwehwehchen, Taxifahrerin für die Kindertermine, Erzieherin der Kinder, Köchin des allabendlichen Essens.
Diese verschiedenen Lebensbereiche verschmelzen zu einem komplexen Bild.
Berufstätige Frauen fühlen sich dann glücklich und zufrieden, wenn der Beruf ihnen die Möglichkeit gibt, auch in ihren anderen Lebensbereichen erfolgreich zu sein.
Studien zeigen, dass die Zufriedenheit von Frauen im Beruf deutlich sinkt, wenn sie sich dem ‘StandardMann’ anpassen, den Beruf isoliert betrachten, lange und kräftezehrend arbeiten.
Können Sie diese Erfahrungen bestätigen?
TweetIch erlebe derzeit, dass über das Idealbild der Führungsposition immer nur Frauen sprechen, die selber keine Führungsposition inne haben.
Denn nur dann idealisiert man diese Position.

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Wer selber eine Führungsposition hat und diese halten will, ist vom Beschönigen und Verherrlichen weit entfernt.
Denn eine Führungsposition
Das macht alles Spaß, WENN Sie der richtige Typ dafür sind.
Wenn Sie jedoch gerne den Prozess gestalten, operativ mit den Menschen umgehen wollen, Probleme handfest lösen möchten, dann werden Sie sehr wahrscheinlich mit einer Führungsposition sehr unglücklich.
Da für Frauen, anders als für Männer, das Geld alleine nicht glücklich macht, sondern statt dessen die Zufriedenheit aus der Harmonie und dem gemeinsamen Erfolg gezogen wird, wird auch das höhere Gehalt Ihr Unglück nicht mindern.
Wenn Sie gerne im Team arbeiten, wird Ihr Aufstieg zur Führungskraft eine erhebliche Umstellung für Sie.
Bisher eingekuschelt in das Teamgefüge, sind Sie plötzlich der all beachtete CHEF.
Statt in der Teeküche mit den anderen gemeinsam über den CHEF zu lästern, zu kritisieren und zu korrigieren, sind Sie nun plötzlich diejenige, über die gesprochen wird.
Sie werden mit Gerüchten konfrontiert, die Sie bisher vielleicht mit aus der Taufe gehoben haben, nun sind Sie deren Ziel.
Sie müssen unangenehme PersonalEntscheidungen treffen, auch für Menschen, die Sie bisher vielleicht geduzt haben.
Meine Empfehlung:
Stellen Sie sich Ihre neue Führungsposition so vor:
“Sie leben auf einem Präsentierteller, der von allen Seiten gedreht wird und Sie dürfen nicht runterfallen, noch nicht einmal umfallen.
Sie haben also viel mehr damit zu tun, sich in der Balance zu halten, als tatsächlich operativ zu arbeiten.”
Das ist ein Umstellung, das muss gelernt werden. Sie müssen sensibel für politische Strömungen werden, müssen das Gras wachsen hören, müssen sich permanent von außen betrachten und prüfen. Und Sie müssen ein dickes Fell kriegen, damit Sie nicht jedes Gerücht persönlich nehmen.
Hier können wir viel von den Männern lernen!
P.S.: Wenn Sie auch etwas von und über die Männern lernen möchten, dann vereinbaren Sie einen TelefonTermin! Häufig kann man schon beim ersten Gespräch neue Impulse setzen, die Sie dann deutlich weiter bringen!
TweetLebendige, gepflegte Netzwerke sind ein sehr gutes Hilfsmittel, um die gewünschte TopPosition oder den gewünschten Großauftrag zu bekommen.
Frauen profilieren sich jedoch zu wenig in Netzwerken.
Und da beginne ich mich zu wundern:
Man sieht allerorts Frauen zusammen stehen und quatschen, reden, lästern, sich austauschen.
Diese “Zusammenrottung” beobachte ich vor der Schule, vor der Musikschule, vor dem Kindergarten, bei Schulausflügen, beim Sport.
In diesen Frauenrunden werden wichtige Bewertungen ausgestauscht über die Qualität von Schulen, über Sonderangebote, über Lehrer, über Mode und über Verwandtschaft.
Für Frauen ist es also in diesen Bereichen selbstverständlich, verbal Informationen zu streuen, Informationen aufzunehmen und zum eigenen Vorteil zu verarbeiten.
Aber kaum betritt man den BusinessBereich, ist diese Vorgehensweise den Frauen häufig fremd.
Nicht dass sie im Business weniger reden würden, aber sie nutzen ihre Kommunikationsbereitschaft nicht zielgerichtet.
Statt eigene BusinessNetzwerke zu bilden und zu nutzen, schimpfen sie auf männliche Seilschaften und männliche Mauern, die sie, die Frauen, von ihrer Karriere abhalten würden.
Meine Empfehlung:
Bilden Sie Netzwerke.
Verknüpfen Sie sich mit Menschen, die Sie bereits auf Ihrem beruflichen Weg begleitet haben. Nutzen Sie Xing, LinkedId, Netzwerkeinladungen, um sich selber SICHTBAR zu machen und Kontakte zu knüpfen.
Wer Sie nicht kennt, kann Sie auch nicht für einen Job empfehlen.
Empfehlen Sie nicht auch lieber jemanden, den Sie kennen? Und wenn es noch so flüchtig sei?
Netzwerke, Seilschaften sind nichts anrüchiges, sondern eine ganz normale Kontaktbörse, die Sie nutzen müssen. Verstecken Sie Ihre Berufserfahrung nicht, sondern zeigen Sie Ihr BusinessProfil an seriöser Stelle.
Wenn wir doch eines können, dann uns schnell und effektiv austauschen, häufig abfällig als Gequatsche abgetan.
Das müssen wir endlich auch im Business nutzen!

photo credit: Pink Sherbet Photography
Lassen Sie Ihre Probleme zu Hause und verfallen Sie nicht in einen Klagegesang auf dem Büroflur oder vor einem Meeting.
Auch das Jammern in der Teeküche, (warum heißt die Teeküche eigentlich Teeküche, wo doch immer nur Kaffee gekocht wird?)
wenn auch sehr verführerisch im Kreise anderer Frauen, sollten Sie unterlassen, wenn Sie eine Führungsposition anstreben oder behalten wollen.
Führungskräfte haben zwar ein Privatleben, aber dieses wird nicht auf der Brust vor sich hergetragen. Selbst ein Bild auf dem Schreibtisch von der Familie oder dem Hund zeugt für viele schon davon, dass Sie nicht bereit sind, zwischen Familie und Beruf zu trennen.
Die Sache mit dem Bild halte ich persönlich für überzogen. Auch empfinde ich die Verbindung von Familie und Beruf als Bereicherung, eine starre Trennung für kontraproduktiv.
Meine Empfehlung:
Strahlen Sie Optimismus aus und zeigen Sie sich von Ihrer besten Seite. Das macht Sie als Führungskraft sympathisch, das hat Vorbildfunktion für Ihr Team, das hebt die Stimmung und Motivation Ihrer ganzen Abteilung.
Niemand nimmt sich jammernde Menschen zum Vorbild und niemand möchte von jammernden Menschen umgeben sein.
Sorgen haben wir alle alleine schon genug!
TweetManchmal bin selbst ich noch sprachlos, wie Frauen sich am Arbeitsplatz ausnutzen lassen.
Ohne sich dessen lange Zeit bewußt zu sein.
Immer im besten Glauben, alles für den Arbeitgeber zu geben und den falschen Erwartungen, den Dank bestimmt in den nächsten Wochen zu erhalten.
Nach meinen Erfahrungen lassen sich Frauen länger und leichter ausnutzen als Männer.
Die Versprechung auf eine Beförderung, die immer wieder aus angeblich guten Gründen verschoben wird, läßt viele Frauen 120%ig arbeiten.
Die Aussicht auf eine Beförderung bedeutet für eine Frau die sehnlichst erwünschte Anerkennung.
Die angekündigte Beförderung zeigt ihr deutlich, dass sie endlich ‘sichtbar’ geworden ist und ihr Chef mit ihrer Arbeit zufrieden ist.
Die Freude darüber läßt sie noch mehr arbeiten, weil sie ja nun das in sie gesetzte Vertrauen nicht enttäuschen möchte.
Selbst wenn die Beförderung nicht stattfindet und mit durchsichtigen Argumenten immer wieder verschoben wird, sonnt sich eine Frau noch viel zu lange in der angeblichen Anerkennung.
In dieser Zeit läßt sie sich regelrecht ausnutzen!!
Wenn eine Frau jedoch nach einer erneuten Verschiebung der Beförderung, nahe dem persönlichen Zusammenbruch, erkennt, welches Spiel mit ihr gespielt wurde, kehrt sich ihre Loyalität oft gefährlich in Abneigung und Rachsucht um.
Diese Phase ist für die eigene Karriere hjedoch genau so hinderlich wie die Phase des stillen SichAusnutzenLassens.
Lassen Sie es erst gar nicht soweit kommen.
Lassen Sie sich nicht ausnutzen.
Meine Empfehlung:
Hinterfragen Sie Zusagen Ihres Chefs oder Auftraggebers, die er Ihnen nicht schriftlich geben möchte oder die ohne Terminzusage ausgesprochen werden!
Einer niederländsichen Studie zu Folge (de Telegraaf vom 29.10.2011) haben sportliche Frauen deutlich mehr Erfolg im Beruf als unsportive Frauen.
Allerdings nur, wenn man den Frauen auch ihre Sportlichkeit ansieht, z.B. mit muskulösen Oberarmen, schlanker Figur, trainierten Waden.
Nicht sportliche Frauen werden direkt in die Schublade der Hausfrau gesteckt, der treusorgenden Mutter, die sich keine persönliche Zeit gönnt und keine Energie in sich und ihren Körper steckt.
Wer sich selber so vernachlässige und für sich selber keine Prioritäten setze, so die zitierte Studie, der würde auch im Business keine Durchsetzungskraft an den Tag legen.
Ist dem wirklich so?
Den Bezug zum beruflichen Erfolg kann ich nicht herstellen.
Aber es mag sein, dass sportliche Frauen mehr Vertrauen in sich haben und durch die sportlichen Erfolgserlebnisse selbstbewußter auftreten.
Ich persönlich hatte neben Kinder, Familie und Beruf keine Muße, auch noch Sport zu betreiben. Die Zeit zu Hause war so kostbar, dass ich sie nicht für Sport benutzen wollte. Sport machen hätte ja bedeutet, dass ich schon wieder außer Haus gewesen wäre.
Heute, wo die Kinder älter sind, sieht das anders aus und ich bin meinem Körper dankbar, dass er auch nach 39+ Jahren Sport-Abstinenz bereit ist, mit Sport und Bewegung und Krafttraining zu beginnen und Erfolge zu liefern.
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