Manchmal ist es schwierig, ruhig zu bleiben.
Eine junge Frau entwickelt sich hervorragend, nimmt meine Ratschläge an, prüft sie, hinerfragt sie, setzt sie um. Ziel- und Fördergespräche fruchten, setzen neue Zile, bestätigen positive Entwicklungen. Alles wie aus dem Bilderbuch.
Dann wird die junge Frau schwanger. Große Freude. In der Schwangerschaft lässt das Engagement nicht nach. Bewundernswert nutzt die junge Frau jede Chance, sich zu beweisen und ihre eigenen Grenzen auszutesten, um diese dann zu erweitern.
Das Kind wird geboren. Große Freude. Die ersten Monate hält die junge Frau die Verbindung zu ihrer Arbeitsstelle und interessiert sich weiterhin für Neuigkeiten und fragt nach Fortbildungsliteratur.
Doch dann kommt der Bruch….das private Umfeld befürwortet die neue Hausfraulichkeit, das Kind nimmt allen Raum ein, der Vater kann nicht kürzer treten, weil er damit seine Karriere gefährdet.
Und so wird sich diese junge Frau bei ihrem Wunsch nach einer Teilzeittätigkeit mit einer untergeordneten Stelle begnügen, weil sie das ihren Umständen gemäß für angemessen hält. Und dafür dem Arbeitsgeber dankbar sein.
Und dabei wäre es selbstverständlich, dass diese junge Frau auch in Teilzeit genau diese Stelle einfordert, die sie vor ihrer Schwangerschaft inne hatte, für die sie sich durch ihre Entwicklung eindeutig qualifiziert hat und die sie voll ausfüllt.
Liebe qualifizierte Frauen: ein Kind und Arbeit in Teilzeit sind nicht automatisch Indikatoren für Verblödung und Inkompetenz. Bitte fordert die Stelle ein, für die Ihr qualifiziert seid. Denn dort werdet Ihr die beste Leistung bringen und zufrieden sein!

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