Karriereberatung: 7 Berufe prägen eine Frau
Kind1 stellt resigniert fest: “Ich muss lernen unhöflicher zu werden!”
Was ist das für eine Welt, in der man Unhöflichkeit lernen muss, weil man sonst zu oft enttäuscht und verletzt wird?
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nata
21. April 2010 um 08:21 Uhr
Genauso könnte man sich Verkehrsregeln abgewöhnen, weil sich sowieso niemand an die StVO hält. Kommt man wirklich weiter, wenn man Stopschilder überfährt und anderen die Vorfahrt nimmt? – Ich glaube, das funktioniert nicht.
So ähnlich ist es mit der Höflichkeit. Sie beinhaltet die Regeln des Miteinanders im Alltag. Wer jede Misachtung der Regeln mit unhöflichem Verhalten quittiert, verschlechtert nur seine Lage.
.-= nata´s last blog ..Brennesselsuppe ohne Brennesseln =-.
Petra
21. April 2010 um 08:58 Uhr
@Nata: Herzlich willkommen! Das denke ich auch, aber ich finde es so traurig wenn ein Kind erkennt, dass es mit seiner Höflichkeit nur ausgenutzt wird. Und die Höflichkeit nicht erwidert wird. Und Kind das Gefühl hat, dass sich keiner um irgendwelche Regeln des Zusammenlebens kümmert. Aber diese Erfahrung kann Kind wohl keiner abnehmen, genausoweinig wie den Griff auf die heiße Herdplatte. Außerdem hoffe und glaube ich, dass sich einmal eingepflanzte Höflichkeit nicht mehr entfernen läßt :-)
Sylvia
21. April 2010 um 10:05 Uhr
Traurig, aber wahr.
Um ehrlich zu sein – ich selbst übe mich zur Zeit (leider !) zunehmend darin, meine Höflichkeit deutlich zu reduzieren. Wer mir gegenüber kein Benehmen zeigt, benötigt offensichtlich klare und direkte Reaktionen. Die sind dann zwangsläufig oft in einem Bereich, den ich selbst als unhöflich empfinde, mein trampeliges Gegenüber aber wohl nur so versteht.
.-= Sylvia´s last blog ..Eyjafjallajökull – nun auch hier ;-) =-.
ruediger
21. April 2010 um 12:07 Uhr
Nur weil alle “es” machen, muss man nicht mitmachen. Mit gutem Beispiel voran gehen und lernen Schmarotzer und anderes Gesocks rechtzeitig zu erkennen und denen mit GLeichmut begegnen. Geht auch.
.-= ruediger´s last blog ..Dosen =-.
Palmenstrand
22. April 2010 um 14:50 Uhr
Hallo – ich mache mir über Ähnliches gerade auch Gedanken und bin immer hin und her gerissen. Respekt vor anderen Menschen haben, sich gegenseitig zu respektieren, die eigenen und die Grenzen der anderen zu wahren, sich gegenseitig zu unterstützen und zu helfen, ohne jedoch sich selbst dabei zu verlieren,… – das versuchen wir unseren Mamasitos vorzuleben – Höflichkeit im Sinne von “sag mal guten Tag” eher weniger – Wir grüssen, sagen danke und bitte, leben vor und vertrauen darauf, dass die Kinder uns darin nachahmen. Aber manchmal mag man ja auch nicht “hallo” sagen, fühlt sich anders als “hallo” – dann ist das auch ok…
Übrigens: ganz doof, dass Ihr Kind enttäuscht und verletzt wurde, Kindertränchen weint man innerlich irgendwie immer mit, finde ich.
.-= Palmenstrand´s last blog ..Gute Erziehung =-.
Petra
22. April 2010 um 15:05 Uhr
@Palmenstrand: Herzlich Willkommen! Wir machen aus der Höflichkeit auch keine Staatsache, sondern leben sie selbstverständlich vor. Und die Kinder ahmen uns komischerweise darin nach (bei Tischmanieren sieht das leider anders aus :-( !) Kind2 macht gerade ein Gentleman-Training, so mit Tür aufhalten und so , aber aus Spaß! Schwierig finde ich Höflichkeit und erzwungene Liebesbeweise zu trennen: wer die Tante nicht küssen will zu begrüßung der muss auch nicht. Da hört für mich die Höflichkeit dann auf.