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Mich würde mal interessieren, wie Ihr mit der Kritik durch Eure Kinder umgeht?

photo credit: aussiegall
Eltern mit Kindern in einer bestimmten Entwicklungsphase können sicherlich mit mir ein Lied davon singen, dass Kritik an der Tagesordnung ist.
Und bei dieser Kritik wird sich dann noch häufig im Ton vergriffen.
Und das Schlimme:
75% der Kritik ist berechtigt, wenn man es darauf anlegt, offene Wunden zu finden, in die man Salz streuen kann.
Jede noch so kleine Nichtigkeit, jeder kleine Versprecher, jede nicht geschlossene Tür, jeder übervolle Mülleimer wird einem aufs Butterbrot geschmiert.
Jeden Tag, jede Stunde und immer wieder.
Mal kann man ja darüber hinwegsehen,
mal kann man ja verständnisvoll lächeln,
mal kann man sich ja an das eigene ErwachsenWerden erinnern:
aber immer?
Immer geht das nicht!
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ruediger
8. Februar 2010 um 17:14 Uhr
Wie bei einem Erwachsenen:
* annehmen wenn berechtigt
* drüber reden und erklären wenn Gesamtsituation nicht erkannt wurde
* Kontra geben wenn Unfug.
Alles aus Brot geschmiert zu bekommen deutet auf eine Art “kann ich auch” hin, nein?
.-= ruediger´s last blog ..spiegeln =-.
ruediger
8. Februar 2010 um 17:14 Uhr
ich kaufe ein f und möchte lösen => “aufs”
.-= ruediger´s last blog ..spiegeln =-.
Petra
8. Februar 2010 um 18:28 Uhr
@ruediger: Ich bilde mir ein, dass ich nicht jeden Kleinscheiß anmekere. Aber man kann sich irren und aus Kindersicht schon überhaupt. Was Unfug ist und was nicht, darüber läßt sich derzeit auch heftig und gerne streiten. Oder die Augen verdrehen und stöhnen und den Raum verlassen. :-) Aber dann bitte nicht grinsen, sonst ist der ganze Effekt weg.
ruediger
8. Februar 2010 um 18:46 Uhr
Die Wahrnehmungen die lieben Kleinen in Sachen elterliche Ermahnungen, ist nicht immer deckungsgleich mit denen der Eltern. Die Kleinigkeiten sind das Schlimme, das angeschmuddelte Lieblings T-Shirt das alleine in der Ecke liegt und man dann schon wieder vorab die morgentliche Frage danach ein paar Tage später hört, was wiederum zu kindlichen Unmutsäußerungen führt.
Die beste Tochter von allen hat uns auch mal permanent verbessert/korrigiert und ermahnt (das war die “alles ist so peinlich Phase). Sehr nervig. Wir haben zum Ausgleich dann ihr Verhalten adaptiert, was auch nicht so wirklich willkommen war. Nun ja, wie immer liegt die Wahrheit wohl irgendwie in der Mitte.
.-= ruediger´s last blog ..spiegeln =-.
ruediger
8. Februar 2010 um 18:47 Uhr
Oh weh, bin heute etwas unkonzentriert.
Die Wahrnehmungen d-e-r lieben Kleinen
.-= ruediger´s last blog ..spiegeln =-.
Sylvia
9. Februar 2010 um 12:57 Uhr
Natürlich tut es weh, wenn das Pubertiertöchterchen bei einer Anprobe zu mir sagt, das Teil sehe doof an mir aus, das könne ich mit den Speckrollen nicht tragen. Objektiv betrachtet stimmt es aber einfach.
Es nervt ebenfalls, wenn bei jeder Mahlzeit die Herkunft der Zutaten diskutiert wird und man vom Tierschutz über den Klimaschutz hin zu der Situation an Schulen schweifen muss, obwohl auch noch die Geschwister am Tisch sitzen und man nach einem langen Tag einfach mal eine gewisse RUHE beim Essen haben möchte (doch, wir reden gerne, aber während des Essens eskalieren Diskussionen immer – zu viele Quassler *seufz*). Und ich esse Fleisch, ausdieMaus.
Andererseits freue ich mich über das Interesse meiner Kinder. Eigentlich beweist es, dass ich sie zu kritischen Menschen erzogen habe. Mein Pech, wenn dann eben auch ich kritisiert werde ;-). Jugendliche Sichtweisen sind oft noch gaaaaanz ungebremst von der Realität. Ist manchmal durchaus erfrischend.
Die Wunde treffen meine Kinder immer, je älter, desto mehr. Wenn es Richtung Schulabschluss und Berufswahl geht, erreicht man ganz elementare Dinge der eigenen Biographie, und das ist nicht immer angenehm (bei mir).
Meine Töchter berichten, dass die Pubertätskrisen am schlimmsten sind in den Familien, in denen vor allem die Mütter ein Problem damit haben, nicht mehr Teenie zu sein, und/oder die Eltern Kritik abschmettern oder beleidigt sind.
Wobei ich direkte Beleidungen natürlich nicht dulde, eine im Zorn gebrüllte “blöde Kuh” aber nicht zum Drama mache.
.-= Sylvia´s last blog ..Dazugelernt :-) =-.
1000Sunny
13. Februar 2010 um 19:12 Uhr
Ich kenne das, vor ca. einem Jahr hat Chopper uns eine Zeit lang vorgehalten, dass wir sein Leben ruinieren :)
.-= 1000Sunny´s last blog ..Doktrin der Schulpflicht =-.