7 Berufe prägen eine Frau
“Sie wollen die Wohnung als Kindergarten nutzen? Den Garten etwa auch? Die Kellertreppe möchten Sie gerne absichern lassen? Ja glauben Sie denn, Sie könnten hier Forderungen stellen?”

photo credit: Wolfgang Wildner
“Sie wollen das Haus als Kindergarten nutzen? Nein, dann kann ich es Ihnen nicht vermieten, denn das würde die Nachbarn verärgern!”
“Sie wollen das Haus als Kindergarten nutzen? Dann müssen Sie aber jedes Jahr renovieren. Im Garten dürfen keine Spielgeräte montiert werden.!”
“Sie wollen das Haus als Kindergarten nutzen? Können Sie sich das denn überhaupt leisten?”
“Sie wollen das Haus als Kindergarten nutzen? Mehr als fünf Kinder erlaube ich nicht in den Räumen. Was sollen denn die Nachbarn sonst sagen?”
“Sie wollen das Haus als Kindergarten nutzen? Ziehen Sie doch lieber in ein Gewerbegebiet, da stören Sie niemanden!”
“Sie wollen das Haus als Kindergarten nutzen? Das ist ja eine tolle Idee, aber die Nachbarn sind überhaupt nicht kinderfreundlich und die vielen parkenden Autos dann vor der Tür, da habe ich doch etwas Angst um den Zaun.”
“Sie wollen das Haus als Kindergarten nutzen? Da brauchen Sie erst gar nicht zur Besichtigung zu kommen!”
HEUL
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Sieben Jobs täglich bewältigen wir berufstätigen Mütter im Minimum, das ist wirklich kein Grund sich zu verstecken. Organisation, Abstriche und Leichtigkeit sind notwendig, um nicht unterzugehen.
1000Sunny
9. März 2009 um 22:04 Uhr
Oioioi, Vorsicht SevenJobs, Du gehst den zweiten Schritt den ich auch gegangen bin (allerdings mit einer Schulgründung – da ist Gebäude mieten noch einmal 7 Stufen härter).
Du bist auch die zweite, der ich das innerhalb von ein paar Tagen sage: ein Bekannter von mir, der eine Zeit lang denselben Weg ging, hat auf dem Weg Selbstmord gemacht.
1000Sunnys last blog post..Chopper und Nami purzeln im Duett
Martina
9. März 2009 um 23:37 Uhr
Dranbleiben! Unbedingt! Dranbleiben! Sie finden ein geeignetes Haus!
Evtl über die Stadt/Gemeinde – irgendwelche Liegenschaften, die sonst wegen nichts beheizt würden um instand zu bleiben?! Kinder-/Jugendbeauftragte der Fraktionen kontaktieren. Suchanzeige im kommunalen Käseblättchen schalten. (Ihre Kunden informieren und Kontakte nutzen, Infos streuen (lassen) – ggf. unter In-Aussicht-Stellung von Platzkontingenten – oder Prestige?!)
Es hat niemand gesagt, dass es einfach wird. Also, tief durchatmen und DRANBLEIBEN!
Martinas last blog post..so, jetzt gehn wir…
Petra
10. März 2009 um 07:15 Uhr
@1000Sunny: Selbstmord? Das ist ja furchtbar. Was hat Dein bekannter denn erlebt, was ihn derart verstört hat?
Keine Sorge, für Selbstmord habe ich gar keine Zeit :-) ich gehe als Unternehmerin an das Projekt heran, wenn das projekt nach einem halben Jahr den break even nicht erreicht gilt es als gescheitert, und ich habe ein bißchen geld weniger und ein paar Regale mehr.
@Martina: Danke!! Ich drucke mir den Kommentar aus und hänge ihn an die Wand. Und immer kurz vor dem Aufgeben werde ich ihn lesen und dann tapfer weitermachen.
Cleo
10. März 2009 um 08:28 Uhr
Nicht aufgeben. Hat ja niemand gesagt, dass es einfach ist Träume zu verwirklichen, oder? ;-)
Irgendwann wird es bei einem noch viel schöneren Objekt klappen!
Cleos last blog post..Endlich wieder mehr Energie
Sylvia
10. März 2009 um 09:26 Uhr
Tut mir leid für dich, und ich drücke dir selbstverständlich die Daumen, dass du ein geeignetes Objekt findest.
Allerdings bin ich etwas pessimistisch. Ähnliche Aussagen würdest du auch hören, wenn du privat ein Haus mieten und mit Kindern einziehen wolltest. Haustiere sind bei manchen Vermietern noch eher geduldet als Kinder, das ist leider Alltag. Ein Blick in die Kleinanzeigen, Rubrik “Vermietungen”, genügt, und wenn ich das noch ergänze mit dem, was ich beruflich so mitbekomme, dann kann ich nur hoffen, dass wir niemals gezwungen sein werden, unser Häuschen zu verkaufen und etwas zur Miete suchen zu müssen.
Sylvias last blog post..Wilde Mischung
Natascha
10. März 2009 um 11:07 Uhr
dies ist ein krasser spiegel unserer gesellschaft. die alten wollen ruhe, aber für deren rente sollen die jungen bitte ordentlich einzahlen.
1000Sunny
10. März 2009 um 11:47 Uhr
Hi, ich glaube auch nicht, dass Du Selbstmord machst. Das war schließlich eine Schulgründung – und eine Schulgründung in München ist das Heftigste, was man sich vorstellen kann.
Ich bin froh, dass ich da draußen bin.
Allerdings ist das hier wirklich ein kinderfeindliches Land, und dafür total überreglementiert – hast Du Dich schon mit anderen zusammengetan – oder Elterninitiativen.
1000Sunnys last blog post..Schule = Fließbandarbeit
Jens B.
11. März 2009 um 10:28 Uhr
Tja das ist leider in der Tat so, aber jetzt nicht nur bei diesem speziellen Beispiel. Nirgendwo in Europa ist es so schwer Maßnahmen durchzusetzten, speziell im Baugewerbe. Jeder beschwert sich, dass eine Spraße renivierungsbedürftig ist, aber wenn dann die Baumaschinen anfangen die Straße zu sarnieren, beschweren sich alle über den Lärm, ich verstehe das einfacvh nicht. Das mit dem Kindergarten ist ähnlich. Renten werden knapp, jeder jammert rum, doch wenn es darum geht tatkräftig dafür zu Sorgen, dass unser Nachwuchs gut versorgt ist, dann passiert sowas. *Kopfschüttel*
Petra
11. März 2009 um 10:58 Uhr
@Jens: Herzlich Willkommen! Ja, ich erlebe auch, dass schneller rumgejammert wird als das Ganze im Blick zu haben. Aber es ist auch einfacher nur sich selbst zu sehen und für die eigenen Bequemlichkeit zu sorgen, als auch noch für andere einen Blick zu haben. Ich liebe auch alte Damen, die mir abends im Supermarkt erklären müssen, warum meine Kinder schlecht erzogen sind: da ist das Rentenargument eines meiner liebsten Argumente :-)