Karriereberatung: 7 Berufe prägen eine Frau
Jetzt ist wieder Ruhe im Haus.

photo credit: ::Badulake:: Distraction is an obstruction for the
Reizende kleine Jungs haben Eßknete hergestellt, Eßknete ausgerollt, Eßknete ausgestochen, Eßknete gegessen in rohem und gebackenem Zustand und hatten viel Spaß. Die Mädchen wurden in dieser Zeit ausquartiert, denn Mädchen mit vier Jungs: das geht ja gar nicht.
Das erschreckt mich immer wieder: dieser Gruppenzwang, der aus meinen Kindern unerzogenen Monster werden läßt, die laut rülpsen, Mädchen doof finden, rumkrakelen und ihre Tischmanieren vergessen.
Von einer Sekunde zur anderen verwandelt sich Kind4 und ist nicht mehr ansprechbar.
Eben noch liebte es Kind3, um jetzt gemeinsam mit den anderen Kind3 unflätig zu beschimpfen und aus der Küche zu schmeißen.
Eben noch benutzte Kind4 seine Gabel zum Essen, um nun genußvoll mit den Fingern in den Teller zu greifen.
Eben noch war die ‘Toben verboten’Zone im Haus klar akzeptiert, nun jagen alle durchs Eßzimmer und die Monsterhöhle befindet sich unter dem Eßtisch.
Ich finde das eine schwierige Situation:
zum einen muss ich konsequent auf die Einhaltung der Regeln achten, denn sonst werden Kind1 bis 3 die Mißachtung umgehend aufgreifen und die Regeln sind damit obsolet.
zum anderen möchte ich die Spielfreude der Kinder nicht unterbrechen und wie ein fauchender Mutterdrachen schimpfend hinter ihnen herlaufen oder gar Kind4 in Anwesenheit seiner Freunde maßregeln.
Die Unternehmerin würde jetzt erstmal eine Projektgruppe zusammenrufen, aber die Erzieherin? Wen soll sie fragen?
Pädagogen? Die Kinder? Ihr Bauchgefühl?
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ruediger
16. Januar 2009 um 20:31 Uhr
Wenn ich es schon mal wusste wie alt Deine sind, habe ich es leider vergessen, die Tober sind vermutlich ca. 10/11.
Wir waren bei uns schlicht machtlos. In Gesellschaft gleichalter Freunde hat sich die beste Tochter von allen zur Hydra verwandelt. Wurde man als Eltern dann zickig, war es Ansporn es noch doller zu treiben und sich noch besser zu produzieren. Wir haben das toleriert, weil mit 12 ist das nun mal so.
Als es uns dann doch zu bunt wurde, haben wir ein ernstes 6 Augen Gespräch, ein sehr ernstes. Wir haben dabei klar gemacht das wir weder Lakaien noch Dienstboten sind, wir möchten als Eltern behandelt werden und nicht anders. Und dass wir bestimmte Regeln auch wenn Gäste das sind eingehalten haben wollen. Nach etwas Übung Hilfe was genau wir damit meinten und wurde es dann erträglich und stellte sich von selbst ein. Es dauert halt nur. *sigh* Wir sind froh, dass es vorbei ist und sie sich nicht mehr vor anderen beweisen muss.
Reden und ein dickes Fell helfen. Aber das weißt Du sicher besser als ich. ;)
Petra
16. Januar 2009 um 21:48 Uhr
heute ware sie 5 und 6, aber das nimmt sich ja nichts. Gut zu wissen, dass auch diese Phase wie alles Phasen vorbeigeht. Aber ob die Nerven halten….:-)
ruediger
17. Januar 2009 um 11:20 Uhr
Das ist wohl immer die Frage, ob die Nerven halten. ;) Aus eigenen Erfahrung, wenn Sie mal nicht mehr halten, hilft es auch nicht. Kinder folgen eher ihren Instinkten und aktuellen Vorbildern, normale Eltern ihrer Logik. Die Nerven verlieren ist im Nachgang betrachtet also etwas unlogisches und somit ärgert man sich letztlich. Das Kind lacht binnen weniger Minuten man selbst grübel über die eigene Unlogik. ;)