Karriereberatung: 7 Berufe prägen eine Frau
Ist das noch zu fassen??
Weil die Hauptschüler im großen und ganzen die national gültigen Lernziele nicht mehr erreichen und die Leistungstest nicht bestehen, soll nun das Niveau der Leistungstest an das Lernniveau der Schüler angepaßt werden. Und nicht umgekehrt.
Hallo? Ist da noch jemand zuHause bei der Kultusministerkonferenz?
Wie kommt man denn auf so eine Idee?
Weil man die unangenehme Wahrheit nicht sehen will, dass es Kinder gibt, die mehr Förderung brauchen als das Bildungssystem bereit ist zu bezahlen?
Weil man nicht zugeben kann, dass das deutsche Bildungssystem scheitert?
Weil man Angst davor hat, an den Pranger gestellt zu werden, weil man nicht rechtzeitig auf den Brennpunkt ‘Hauptschule’ hingewiesen hat?
Warum kämpft niemand dafür, die Förderung für Hauptschüler zu verbessern, damit die Lernziele erreicht werden? Das käme dann dem Hauptschüler und der Gesellschaft zu Gute. Volkswirtschaftlich wäre das dann eine Investition statt einer konsumtiven Ausgabe. Das wäre doch fein!
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1000Sunny
14. November 2008 um 16:25 Uhr
Ich glaube, Dich würde auch “Aus schlauen Kindern werden Schüler” von John Holt interessieren. Da wird das Problem auch angesprochen (aber nicht nur für Hauptschüler) – sondern generell. Würde man einen wirklichen Test fahren (z.B. mit ein/zwei Jahren Zeitverzögerung und ohne Ankündigung) dann könnte man sehen, was die Kinder im Vorjahr wirklich gelernt hätten – oder mal zwei Jahre nach dem Abi.
1000Sunnys last blog post..Der zornige Wüterich
Petra
14. November 2008 um 18:56 Uhr
@1000Sunny: mich interessiert wie hauptschüler in das unschooling concept passen? Schüler ohne Schulabschluß haben ja viel Zeit, aber ich kenne kaum welche, die sich nun Specialwissen aneignen in bereichen, die sie interessieren. ich glaube auch nicht, dass allen das lernen durch die Schule vermiest wurde. Bei aufgeweckten intelligenten Kindern kann mich das ja alles vorstellen, aber auch hier?
1000Sunny
14. November 2008 um 20:41 Uhr
Es gibt da sogar einige Forschung. Frühe Schulabbrecher überholen die Menschen, die die niederen Schulen abschließen an Leistungsbereitschaft.
Vielleicht kennst Du die Attributionstheorie, grob besagt: Es ist nicht nur wichtig was der Mensch lernt – sondern auch wem er seine Mißerfolge und seine Erfolge zuschreibt. Hauptschüler haben gelernt, dass sie nicht lernen können. Die wirst Du nur noch schwer aus ihrer Lethargie herausreißen können. Wenn sie aber ein paar gute Erfolgserlebnisse haben – oder ein Reattributionstraining durchlaufen – zischen sie davon. Denn dann wissen sie, dass das ganze Selektionssystem eine einzige große Lüge war – denn Neugier und Selbsteffektivität liegt der Spezies Mensch nun einmal zu Grunde. Das ist unsere “ökologische Nische”.
Allerdings muss es nun mal Leute geben, die im Baumarkt die Säge bedienen – und dafür haben wir unser Schulsystem – um diese zu bestimmen und zu stigmatisieren.
Wer also die Hauptschule abgeschlossen hat, der weiß, dass er nicht lernen kann, dass er nie einen Nobelpreis gewinnen kann, dass er nie Nato-Generalsekretär wird – denn er hat das ja lange genug gelernt. Das einzige was jetzt noch hilft ist: Verlernen, verlernen, verlernen :) – Deschooling
1000Sunnys last blog post..Schon ein großer Junge
Martina
15. November 2008 um 22:43 Uhr
und dann wird aus dem Tutorium ein To(r)turium?!
Martinas last blog post..Laternenzug