Karriereberatung: 7 Berufe prägen eine Frau
Die Köchin dreht hier noch am Rad bei all der lowCarb-Kocherei. Alles, womit sie bisher preiswert die Mäuler gestopft hat, ist nun in die hintere Ecke des Schrankes verdammt.
Statt dessen gibt es Eiweiß, Gemüse, Obst, Nüsse, Käse, Fisch und Fleisch und es wird anhand der Harvard-Ernährungspyramide gegessen.
40 Jahre Ernährungsmarotten muss die Köchin nun über den Haufen werfen und sich von althergebrachten Mythen lösen (“man isst die Wurst immer mit dem Brot!!”)
Die Finanzmanagerin überwacht argwöhnisch die Einkäufe, denn Fisch ist nunmal teurer als eine Tüte Nudeln und was nützen die tollsten Stoffwechselerkenntnisse, wenn man sie nicht bezahlen kann? Aber die Ausgaben halten sich erstaunlicherweise die Waage. Vieles fällt ersatzlos weg, vieles kommt neu hinzu.
Die Unternehmerin tanzt unterdessen Hand in Hand mit der Erzieherin auf Wolke 17, denn statt Konfektionsgröße 42 tragen sie nun wieder Größe 38 und brauchen beide ihren Bauch auf dem Weg von der Dusche bis zum Schwimmbadbeckenrand nicht mehr einziehen :-)
Die molekularbiologischen Erkenntnisse sind alle nicht neu, wenn ich ehrlich bin, habe ich die Wirkung von Kohlenhydraten, die Stoffwechselraktionen und die Vorteile von Aminosäuren eigentlich bereits in der Schule gelernt, aber ich habe nicht weiter gedacht und nicht hinterfragt.
Na, dann eben jetzt, besser spät als nie !
Wie ich immer sage (aber nur leise, denn bei dieser Aussage hagelt es noch mehr Widerspruch):
Frauen haben nur zwei Feinde: Männer und Frauen selbst!
Sollte es eine Frau aus dem mittleren Management aus einer Frauenriege heraus nach oben schaffen, wo bleibt dann das positive Frauennetzwerk aus der Kaffeeküche? Es bleibt auf der Strecke, man gehört nicht mehr dazu, wird neidisch beguckt und mit allerlei Vermutungen (auch unterhalb der Gürtellinie) bedacht.
Oder sollte eine Führungskraft doch einmal Schwäche zeigen und ein Kind bekommen, dann nutzt die Konkurrentin die Babypause, um medienwirksame Themen an sich zu ziehen und Entscheidungen vorzubereiten, die nach der Babypause nicht mehr umzukehren sind.
Und dieses Verhalten macht auch vor Ministerinnnen nicht halt!
Ein Mann hätte sich genauso verhalten wie Frau von der Leyen, zwischen zwei Frauen erwartet die Gesellschaft jedoch komischerweise Solidarität.
Dass Frauen in Führungspositionen sich anders als Männer benehmen ist in meinen Augen ein frommer Wunsch, mehr nicht!
Auf dem Frauenkongress neulich.
Die Warteschlange war riesig lang. Es gab ein Geschiebe und Gedränge um die letzten noch freien Plätze im Vortragsraum.
Die Unternehmerin war sich sicher, hier den ultimativen Vortrag zur Karriereförderung, zur Frauenquote oder zum ManagementKnowHow in DAX-Unternehmen zu verpassen.
Doch weit gefehlt. Was war das Thema des von Frauen heißgeliebten Seminars? “Styleberatung: Innere und äußere Schönheit!”
Nicht weniger überlaufen war der Vortrag im Nebenraum mit dem Titel: “Schlagfertigkeit lernen!”
Sicherlich zu Recht wird in den Kommentaren immer mal wieder auf die Klischeehaftigkeit meiner Beiträge hingewiesen, aber liefert nicht hier gerade das Leben die besten Klischees?
TweetEs macht mich traurig, wenn Menschen, die sehr viel leisten, die gewünschte Wertschätzung vermissen.
Wenn Menschen, die sehr viel leisten, dennoch den Eindruck haben, anderen gelänge immer alles besser.
Wenn Menschen, die sehr viel leisten, den Eindruck haben, ihr Tag hätte permanent zuwenig Stunden.

photo credit: Photo Javi
Diese Menschen leben ihre Talente nicht aus, spüren nicht den motivationsnotwendigen Respekt und sind unnötig frustiert oder krank.
Das Leben ist so wertvoll, jede Chance sollte genutzt werden, um nach vorne zu blicken und sich zu verändern!!
Liebe Menschen, Ihr könnt Euer Selbstmanagement trainieren, Ihr könnt Euch damit aufwerten und damit auch wieder Spaß in Eure Umwelt tragen. Ihr müßt nicht mehr unter Eurem Drang nach Perfektionismus leiden, Ihr könnt trainieren, damit umzugehen und ihn positiv umzuwandeln.
Selbstmarketing verbunden mit Selbstachtung, Selbstdarstellung verbunden mit Respekt und Eigenständigkeit verbunden mit Gleichberechtigung: das sind meine lebensnahen TrainingsZiele im neuen Seminar “Wertschätzung: Was machst Du bloß den ganzen Tag”?
Ich freue mich auf Euch, auf Sie, auf alle!!
TweetDie Beiträge der Seminarteilnehmer am Wochenende haben es wieder gezeigt, soviel Motivation am Arbeitsplatz geht verloren, weil das Arbeitsklima nicht stimmt.

photo credit: Chez Cåsver
Ein Grund für schlechtes Klima ist die Tatsache, dass Frauen z.B. Männer nicht verstehen wollen und darauf warten, dass sich die Männer von sich aus um sie kümmern.
Liegt Motivation brach, steigt der Krankenstand, sinkt die Bereitschaft zu Überstunden, sinkt das Engagement. Gleich bleibt nur der Lohn!
Jeder Arbeitgeber ist also gut beraten, wenn er für seinen gezahlten Lohn auch wirklich die beste Leistung erhält.
Und die wird eben nur erbracht, wenn das Klima stimmt, sonst liegt das human capital, die Arbeitsleistung einfach brach!
Als eine von vielen greife ich meine SeminarBeispielDame heraus, die sehr aufgebracht schilderte, dass sie eine Frau unter 10 Männern sein und keinen Anschluss fände. Sie war aber nicht bereit, an den Sportausflügen der Männer teilzunehmen, dafür “interessiere sie sich nicht.”
Ja, da wundert es mich nicht, dass die Dame keinen Anschluss findet.
Sollen 10 Männer 1 Frau zuliebe lieber shoppen gehen statt zum Fußball?
Das ist ein normaler demokratischer Prozess, dass die Mehrheit entscheidet.
Aber trotzdem besteht diese weibliche Erwartung nach Beachtung und SternSein im Mittelpunkt des Universums.
Diese Erwartung wird natürlich mit Frust und Enttäuschung und Minderwertigkeitsgefühl und schlußendlich sogar mit Hass bedient.
Es kann ja gar nicht anders sein.
Manchmal schafft es auch der engagierteste Trainer nicht, ein Umdenken plausibel zu machen.
Manche Frauen wollen einfach nicht glücklich sein!!
Ich komme immer mehr zu dem Schluß, dass es ineffizient ist, wenn Frauen Frauen coachen.

photo credit: Andrea & Stefan
Es ist immer dann ineffizient oder sich im Kreis drehend, wenn Veränderungen angestrebt werden, die nicht mit der Frau an sich, sondern mit ihrem beruflichen Umfeld zu tun haben.
Denn das ist standarisiert männlich.
Was soll also eine Frau einer Frau beibringen?
Geht es um berufliche Veränderungen, um eine Neupositionierung, um die neue Selbständigkeit,
dann müssen Frauen auf MÄNNER vorbereitet werden,
dann müssen Frauen MÄNNERDenke kennenlernen und
dann müssen Frauen lernen, ihr eigenes Verhalten kritisch zu erkennen zu ändern.
Möchte eine Frau diese Veränderungen, diesen internen change durch externe Anstösse unterstützen lassen, so braucht sie idealerweise einen Menschen, der sowohl weiblich denkt, um nämlich ihre weiblichen Probleme zu verstehen, der aber auch männlich denkt, um den Umorientierungskurs festzulegen.
Es gibt einige Frauen, die das Glück haben, beides zu können, deren Gehirn und ihre soziale Prägung männlich angehaucht ist und deren Weiblichkeit aber durchaus ebenfalls vorhanden ist.
Wer einen solchen Coach findet, ist bei Veränderungen im beruflichen Umfeld sicherlich sehr gut aufgehoben.
Kennt jemand von Euch eine Führungskraft mit diesen Qualitäten?

photo credit: URBAN ARTefakte
1. Idealized Influence.
Die Führungskräfte werden als Vorbilder wahrgenommen. Sie werden respektiert und bewundert; sie genießen das volle Vertrauen ihrer Mitarbeiter; man kann sich auf sie verlassen, und sie werden hohen moralischen Ansprüchen gerecht. All das müssen sie sich zunächst erarbeiten.
2. Inspirational Motivation.
Transformationale Führungskräfte motivieren und inspirieren, indem sie ihre Mitarbeiter durch anspruchsvolle Ziele herausfordern, Sinn und Zuversicht vermitteln und für Teamgeist sorgen.
3. Intellectual Stimulation.
Transformationale Manager regen die kreativen und innovativen Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter an und ermuntern sie zu eigenständigem Problemlösen und zum kritischen Hinterfragen von Gewohnheiten.
4. Individual Consideration.
Transformationale Führungspersonen betätigen sich als Mentor oder Coach und gehen auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter ein. Sie können gut zuhören und entwickeln gezielt die Fähigkeiten und Stärken ihrer Mitarbeiter.
Die Unternehmerin kannte früher solche Führungskräfte, Führungskräfte der alten Schule oder Eigentümer mittelständischer Unternehmen, die das Unternehmen selber aufgebaut hatten.
In den verstärkt zunehmenden Konzernstrukturen finden sich solche Führungskräfte nur spärlich.
Die Erzieherin meint, es gäbe diese Art der Führungskräfte nicht mehr, weil auch die Erziehung und das Werteverhalten sich verändert hat.
Die Finanzmanagerin hingegen ist sich sicher, dass sie ihre Werte hinter den fast unmenschlichen Forderungen nach Wachstumserfolgen verstecken.
Dabei sind die Mitarbeiter, ihre Ideen und ihr Einsatz doch das Kapital jedes Unternehmens. In Zeiten der Personknappheit doch mehr denn je.
Untersuchungen zeigen, dass Mitarbeiter, die nicht gefordert und nicht wertgeschätzt werden, in die innere Kündigung abwandern und häufiger krank sind.
Mit ein bißchen vorbildlicher Führung könnte man diese Kosten locker einsparen und damit das Betriebsergebnis verbessern.
Tut sich denn immer erst etwas, wenn es ums Geld geht?
TweetImmer wenn es dreckig wird, dann ist plötzlich wieder der Mann ein Mann und die Frau eine Frau.
Hand aufs Herz: wer wechselt bei Euch die Winterreifen? Wenn es nicht die Werkstatt macht (dort meistens ein Mann), dann machen es meistens die Männer in den Beziehungen. Nicht die Frau.
Die Reifen seien zu schwer, die Winterreifen viel zu fest geschraubt und außerdem macht man sich schmutzig.
Mir fällt auf, dass sich das “schmutzig” sehr passend auf viele Bereiche mit einem sehr niedrigen Frauenanteil ausweiten läßt.
Frauen streben nach vermeintlich sauberen Jobs, sind weder Bauarbeiter noch Müllmann noch im Schlachthof noch im Steinbruch.
So nach dem Motto:
Die schmutzigen Bereiche können gut die Männer machen, aber in den sauberen Bereichen da fordern wir eine hälftige Beteiligung.
Das halte ich weder für gleichberechtigt noch für fair von uns Frauen.
Wenn man sich nur die Rosinen herauspickt wird das Ansinnen der Gleichstellung in meinen Augen leider ein bißchen beschädigt.
TweetFehlender Respekt macht krank. Egal ob im Beruf oder privat.
Besonders für Frauen ist Wertschätzung und Anerkennung und Respekt fast wie ein Lebenselexier. Mit einem netten “Danke schön” und einem anerkennenden Lächeln ab und zu sind Frauen häufig mehr zu motivieren als mit Gehaltssteigerungen in einem ansonsten anerkennungsarmen Umfeld.
Ich frage mich immer, ob ich selber beeinflussen kann, wie respektvoll man mich behandelt?
Und zusammengefaßt: Respekt muss aus dem Bauch kommen. Um Wertschätzung zu verteilen reicht es nicht, ein CoachingStunde für teuer Geld zu buchen und viermal “DANKESchön” in die Videokamera zu sagen. Statt dessen sollte man sich selber hinterfragen und eine neue Einschätzung seinen Mitarbeitern und Kollegen und vor allem sich selbst gegenüber entwickeln.
Das Leben ist soviel schöner und leichter mit ein bißchen Wertschätzung!
Alles quatsch:
kein Mensch sieht wie fleißig man ist, für alle ist es selbstverständlich, dass der Job voll ausgefüllt wird und trotzdem die Schultüte selber gebastelt ist.
Wer auf Lob oder Anerkennung wartet, wartet meist vergebens.
Wer mit dieser Erwartungshaltung morgens aufsteht, für den ist der Frust vorprogrammiert.
Leider sehnen sich Frauen viel häufiger nach Anerkennung ihrer Leistungen als Männer. Wird ihnen dann diese nicht zuteil, sind Frauen verletzt, frustiert, fühlen sich ungeliebt oder ausgenutzt.
Hier kann ich nur dringend den dicken Panzer empfehlen:
Männer loben selten, sondern setzen eine gute Leistung einfach voraus. Und das häufig, wie ich finde, auch zurecht. Wenn ich eine PR-Managerin einstelle, dann erwarte ich gute Pressearbeit. Warum sollte ich die PR-Managerin dann für jede Presseerklärung loben?
Ich glaube, Frauen müssen ein bißchen weniger empfindsam werden und nicht für jedes Abendessen ein Lob erwarten.
Aber Männer hingegen könnten ein bißchen aufmerksamer werden und häufiger ein “Dankeschön” oder ein “Das schmeckt aber gut” vorbringen.
So wäre Frauen wie Männern gedient und keiner muss sich eine Zacke aus der Krone brechen, oder?
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