Nehmen sich Mütter zu wichtig?

4 Jul 2011 In: Erzieherin

Ich mag Mütter. Ich habe auch großes Verständnis für Mütter. Ich helfe gerne und kenne die Engpässe von Kinderwagen und Tragetuch.

What's important?
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Aber manchmal frage ich mich doch, wodurch der manchmal militant eingeforderte Anspruch auf bevorzugte Behandlung gerechtfertigt ist?

- Wieso soll ich zur Seite gehen und der Mutter mit Fahrradanhänger auf dem Gehweg Platz machen? Ich tue es nur aus Angst, dass sie mir über die Füße fährt und weil ich dem “Achtung, hier komme ich, ich habe ein Kind geboren und tue etwas für die Gesellschaft”-Blick entfliehen möchte.

- Wieso soll ich helfen, den Kinderwagen eine lange Treppe hinunter zu tragen, wenn es mit ein bißchen Umweg auch einen Fahrstuhl gibt? Ich tue es, weil es die Höflichkeit gebietet, wohl wissend, dass diese Mutter mir mit meinem Fahrrad niemals helfen würde.

- Wieso soll ich das unnötige laute permanente Kindergezänke akzeptieren, nur weil die Mutter in ein privates Gespräch vertieft ist, und nicht eingreift? Wohl wissend, dass diese Mutter sich umgehend bei uns melden würde, wenn wir abends zur Schlafenszeit der Kinder noch Party im Garten hätten.

Manchmal sehe ich mit Sorge, dass die Fähigkeit ein Kind zu gebären etwas überschätzt wird. Vielleicht kommt die leichte Selbstüberhöhung daher, dass wir im Durchschnitt nur noch 1,36 Kinder gebären und das im fortgeschrittenen Alter.
Vielleicht sollten wir uns Mütter nicht ganz so wichtig nehmen?

Es ist nicht die Frage, wer in Deutschland am meisten Geld verdient.
Sozial viel brodelnder ist die Frage, wer am schlechtesten verdient und warum:
Krankenschwestern, Kindergärtnerinnen, Altenpflegerinnen, Hebammen, Reinigungskräfte, Wächter, Friseuse, Fischverpacker

Fast alles Aufgaben, die wir als Großfamilie selber erledigen können und die wir outsourcen.
Warum ist uns das so wenig Wert?

Ich bin in einer Minute fertig

27 Jun 2011 In: Unternehmerin

Es gibt immer wieder so typische Sätze, die ich gehäuft bei Frauen, aber nie bei Männern zu hören bekommen und die auch immer die selbe Konsequenz mit sich führen.

Time
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Wenn ich eine Freundin zur vereinbarten Zeit abhole höre ich einen meiner Lieblingssätze:
“Ich bin in einer Minute fertiiiiggg!”
Wird meist aus einer uneinsehbaren Gegend der Wohnung zugerufen und bedeutet:
“Such Dir lieber noch einen richtigen Parkplatz und hol die Kinder aus dem stickigen Auto, es dauert noch!”

Hole ich Männer ab, stehe diese fast immer bereits fertig angezogen im Flur, haben zwar noch das Handy am Ohr, steigen aber während des Gesprächs pünktlich in mein Auto ein.

(Bei Frauen in Führungspositionen höre ich den Satz allerdings auch nie, wahrscheinlich sind diese Frauen schon männlich adaptiert oder ihre männliche Gehirnanteile sind ausgeprägter. Unpünktlichkeit im Beruf kommt gar nicht gut! )

Wieso sind Frauen häufig unpünktlich?

An welchem Ort würdet Ihr am liebsten ein Seminar erleben?

  • Im Antiquariat ?
  • Im japanischen Garten ?
  • Auf einer großen Wiese mit Picknik ?
  • 20% alle mittelständischen Chefs sind Frauen.
    Ohne Quote, ohne staatliche Unterstützung, einfach aus Lust und Kraft an der Umsetzung eigener unternehmerischer Ideen. Genauso wie ihre männlichen Kollegen.

    Interessant an der Studie der KfW:”Chefinnen im Mittelstand” ist, dass sich viele Bauchgefühle bestätigen. Entweder weil in der multiple choice Umfrage gezielt und eingeschränkt gefragt wurde, oder weil Frauen eben doch manchmal andere Schwerpunkte setzen als Männer.
    Für Frauen z.B. ist die Erzielung eines höheren Einkommens durch die Selbständigkeit deutlich weniger wichtig als für Männer. Es ist die zeitliche Flexibilität – vermutlich im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf -, die für Frauen hingegen ein höheres Gewicht hat. Den persönlichen unternehmerischen Erfolg bewerten Frauen auch nicht nach den männlich Zielen „Wachstum“ und „Profit“, sondern in der „Arbeitszufriedenheit“, der „Autonomie“ und der „Selbstverwirklichung“.
    Männer investieren schneller und riskanter, nehmen häufiger Kredit auf und nutzen BoomPhasen intensiver, so die Studie.

    Frauen konsolidieren, zögern in BoomZeiten, haben dafür aber Reserven für schlechte konjukturelle Phasen.

    Männer wie Frauen haben als Unternehmer ihre eigene, von ihnen individuell definierte Art von Erfolg: der starre Blick auf die DAX-Unternehmen tut der Diskussion nicht gut!

    Karriere oder Familie? Karriere und Familie? Karriere ohne Familie?

    Don't stick your head in the sand...
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    Verstecken wir unsere eigene Desorientiertheit und unser schlechtes Gewissen hinter angeblichen gesellschaftlichen oder männlichen Normen?

    Reden wir uns unsere Entscheidung, arbeiten zu gehen, froh, weil doch die Nachbarin auch arbeitet, weil doch die anderen Kinder auch glücklich im Hort sind, weil doch meine gute Ausbildung nicht vergeudet sein darf
    anstatt
    aufzustehen und dazu zu stehen, dass Arbeit Spaß macht und Anerkennung bringt und die Kinder gar nicht gefragt werden, ob sie lieber nach der Schule nach Hause kommen möchten?

    Verstecken wir unser vermeintliches Stolpern auf der Karriereleiter hinter den männlichen Seilschaften
    anstatt
    aufzustehen und eigene Netzwerke zu bilden?

    Haben wir ein schlechtes Gewissen, wenn wir unsere Zeit der Kindererziehung und der Haushaltsorganisation widmen und morgens ohne Blazer und Hetze die Kinder zur Schule bringen
    anstatt
    aufzustehen und zuzugeben, dass wir in unserer mütterlichen Rolle aufgehen und es Spaß macht, die Kinder intensiv ein Stück zu begleiten? (und uns diese überflüssigen Fragen verbitten:”Wann gehst Du eigentlich mal wieder arbeiten?” Frau Frische Brise schreibt sehr treffend darüber, danke!!)

    Wie unehrlich sind wir mit uns selbst?

    Frauen Fußball WM: mal ehrlich?

    15 Jun 2011 In: Erzieherin

    Hand aufs Herz:

    BRASIL
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    - Wer weiß wann die FrauenWM in Deutschland beginnt?
    - Wo findet das Endspiel statt?
    - Wer hat so einen Faltkalender, in den er die Spielergebnisse eintragen kann?
    - Wer weiß, ob Frankreich teilnimmt?

    Und wer hätte all diese Fragen bei der ‘normalen’ Männer FußballWM beantworten können?

    Als ich mich selbständig gemacht habe, mußte ich entscheiden, was für
    eine Art von Firma ich sein wollte: ein reiner Freiberufler, eine
    Personengesellschaft oder eine Kapitalgesellschaft
    .

    My Ghost
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    Über die steuerlichen und rechtlichen Vor- und Nachteile ist schon viel
    geschrieben worden, angefangen von der steuerlichen Berücksichtigung der Lohnzahlungen bis hin zu Bilanzierungsvorschriften.

    Allerdings gibt es auch weiche Kriterien, die eine Wahl beeinflußen können und die nichts mit Steuer oder Haftung zu tun haben. Rückblickend waren die weichen Kriterien wesentlich erfolgsbeeinflussender als die steuerlichen Überlegungen.
    Es wird extrem unterschätzt, wie die Art der Firma den ersten Eindruck beeinflußt.

    - Welche Gesellschaftsform wirkt seriös?
    - Welche Gesellschaftsform hört sich am meisten nach ‘Firma’ an?

    Das ist nach meiner Erfahrung der Dreh- und Angelpunkt bei der Suche
    nach der geeigneten Unternehmensform. Der Kunde erteilt einen Auftrag
    und möchte keinen Fehler machen. Der Kunde muss seine Entscheidung für den Auftragnehmer nach innen argumentieren. Dabei hilft natürlich,
    wenn der Auftragnehmer seriös und etabliert wirkt. Das kann der
    Auftragnehmer durch Fachwissen und schicke Kleidung unterstreichen, aber das Aushängeschild ist seine Firmenbezeichnung.
    Und da beeindruckt man mit einer GmbH mehr als als Freiberufler.
    Die GmbH z.B. suggeriert Firmenräume, Mitarbeiter, Sekretärin, Steuerberater, langfristige Marktpräsenz.

    Der Freiberufler tritt alleine auf, hat keine Ausfallregelung bei Krankheit, läßt kein Wachstumspotential erkennen und ist halt nur EINER.
    Selbst wenn die GmbH nur aus einer Person besteht, ist die Akzeptanz
    aus dem Bauch heraus immer höher als wenn die selbe Person als
    Freiberufler auftritt.
    Aus meiner Sicht lohnt sich die GmbH-Gründung immer dann, wenn man
    seine Kunden über Kaltaquise anspricht und der Kunde einen nicht
    kennt, sondern den ersten Eindruck über die Firmenbezeichnung aufbaut.
    Hat man genügend Kunden über Mund-zu-Mundpropaganda, ist die
    Firmenbezeichnung nebensächlich.

    Vor der Firmengründung sollte man sich also gründlich überlegen:

  • Welche Gesellschaftsform wirkt auf meine Kunden vertrauenserweckend?
  • Kann ich das Gründungskapital aufbringen?
  • Weiss ich jetzt schon, dass ich meine Mitarbeiter an der Firma
    beteiligen will?
  • Weiss ich jetzt schon, dass ich noch weitere Geldgeber brauche?
  • Manchmal wird mir das Gerede über uns Frauen einfach zu viel.
    Ich komme mir vor wie eine Testperson, die über die Jahrhunderte hinweg Spielball der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit ist.

    Family Business
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    Mal muss ich mit malochen, dann darf ich wieder ruhig auf meinem Bidermeierstühlchen sitzen, plötzlich darf ich sogar wählen, um dann aber kokett bitte den Charlston zu tanzen.
    Anschließend muss ich Kinder zum Wohle des Volkes gebären, die ich dann alleine aufziehe und dabei auch noch den ganzen Dreck wieder wegräumen muss. Diese Eigenständigkeit wird mir aber schleunigst wieder genommen und ich sitze zuHause und freue mich auf die Clementine.
    Zum Kontoeröffnen muss ich meinen Mann mitnehmen und arbeiten darf ich auch nur mit seiner Zustimmung.
    Dann die notwendige Explosion: Frauenfußball und sexuelle Revolution, die uns angeblich befreit, aber doch nur einen Schritt in immerwährende Selbstfindung getrieben hat.
    Heute rechtfertige ich mich als Hausfrau ebenso wie als Karrierefrau, rechtfertige mich für Kinder oder für eben keine Kinder.
    Kaum treten aber Engpässe auf, darf ich mal wieder ausprobieren, wie es so ist seinen “Mann” zu stehen. Darf ich mal wieder arbeiten und Dreck wegräumen. Oder heimlich eine FußballWM nach der anderen gewinnen.
    Ich bin gespannt, wie es mit uns weitergeht und in welcher Testumgebung die Labormäuse am besten gedeihen……

    Die Köchin dreht hier noch am Rad bei all der lowCarb-Kocherei. Alles, womit sie bisher preiswert die Mäuler gestopft hat, ist nun in die hintere Ecke des Schrankes verdammt.

    rettiche
    Creative Commons License photo credit: loop_oh

    Statt dessen gibt es Eiweiß, Gemüse, Obst, Nüsse, Käse, Fisch und Fleisch und es wird anhand der Harvard-Ernährungspyramide gegessen.
    40 Jahre Ernährungsmarotten muss die Köchin nun über den Haufen werfen und sich von althergebrachten Mythen lösen (“man isst die Wurst immer mit dem Brot!!”)
    Die Finanzmanagerin überwacht argwöhnisch die Einkäufe, denn Fisch ist nunmal teurer als eine Tüte Nudeln und was nützen die tollsten Stoffwechselerkenntnisse, wenn man sie nicht bezahlen kann? Aber die Ausgaben halten sich erstaunlicherweise die Waage. Vieles fällt ersatzlos weg, vieles kommt neu hinzu.
    Die Unternehmerin tanzt unterdessen Hand in Hand mit der Erzieherin auf Wolke 17, denn statt Konfektionsgröße 42 tragen sie nun wieder Größe 38 und brauchen beide ihren Bauch auf dem Weg von der Dusche bis zum Schwimmbadbeckenrand nicht mehr einziehen :-)

    Die molekularbiologischen Erkenntnisse sind alle nicht neu, wenn ich ehrlich bin, habe ich die Wirkung von Kohlenhydraten, die Stoffwechselraktionen und die Vorteile von Aminosäuren eigentlich bereits in der Schule gelernt, aber ich habe nicht weiter gedacht und nicht hinterfragt.
    Na, dann eben jetzt, besser spät als nie !

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    Veranstaltungen

    WOMENS's BusinessDay

    Datum: 23. Februar 2012
    Hamburg

    2. Mixed Leadership Conference

    Datum: 22. März 2012
    Hamburg, ehemaliges Hauptzollamt in der historischen Speicherstadt

    Fachkongress WoMenPower

    Datum: 27. April 2012
    Hannover, HannoverMesse

    Kongress women&work

    Datum: 05. Mai 2012
    Beginn: 10:00 Ende: 18:00
    Bonn, WCC - Plenargebäude

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