7 Berufe prägen eine Frau
Ist eigentlich noch irgendjemandem bewußt, dass das Geld, das mit beiden Händen ausgegeben wird, UNSER Geld ist?
WIR sind die Steuerzahler!
Aber es gibt andere, die den Blick darauf verloren haben.
Vielleicht müßten wir unsere Steuerzahlermacht deutlicher in Erinnerung rufen?
Seit vorgestern habe ich einen facebook account.
Zum einen, weil alle davon reden und ich meine bauchgefühlte Ablehnung nicht sachlich begründen konnte.
Zum anderen, weil ich es für mein neues MitMachProjekt: “glücklich sein ohne viel Geld” schlüssig finde, denn wo sonst kann ich eine große community schnell erreichen und zum Mitmachen animieren?
Der erste Schreck bestand darin, dass ich nach der Anmeldung mit Name und privater EMailadresse sofort einen FREUND vorgeschlagen bekam. Und ich kannte diesen FREUND tatsächlich. Allerdings nur rein beruflich und weit entfernt von meiner privaten Email-Adresse. ich weiß gar nicht, wie ich diese Überraschung, dieses Gefühl des ‘BigBrothers’ beschreiben soll.
Nach einigem Nachdenken war dnn klar, dass der FREUND entweder mal meinen Namen auf facebook gesucht hat oder seine EMailkontakte hochgeladen hat und ich darüber als Treffer gefunden wurde, aber im ersten Moment war ich fassungslos.
Dann geht es weiter mit der Anmeldung. facebook gibt nicht eher Ruhe als bis Du begonnen hast FREUNDE zu suchen. Du kannst weder dem Anmeldeprozess noch der Anwendung folgen ohne dauernd, wirklich permanent auf die Fruendschaftssuche hingewiesen zu werden. Ich fühlte mich fast ein bißchen erdrückt von diesem FREUNDEDruck.
Außerdem gibt es keinen Button, der mir das Löschen meines accounts erlaubt. Dank google gibt es zwar Anleitungen dazu, aber aus der Anwendung heraus gibt es keinen direkten Weg. Das finde ich Hammer!
Ich fühle mich bedrängt von facebook, das jede meiner Aktionen wie ein logbuch dokumentiert.
Petra hat ihren Nachnamen geändert, Petra gefällt dies und das, Petra hat in der Nase gebohrt, Petra ist jetzt Freundin von XXX.
Klar, die Bildung der community ist der Geschäftszweck, aber mir persönlich ist das glaube ich zu eng.
Die Unternehmerin schreit: “JAAAAAAA” und die Finanzmanagerin schreit laut, womöglich noch lauter: “NEIIIIIIN”.

photo credit: Travis Isaacs
Wer hat nun Recht? Die Unternehmerin ist es leid, dass die Kinder ihr Notebook benutzen, sie möchte sich ihren Speicherplatz nicht mit SIMS-Städten zumüllen lassen und sie möchte vor allen Dingen nicht nach einem anstrengenden Arbeitstag ihr Notebook suchen gehen müssen.
Die Erzieherin jedoch hält das Spiel und die Arbeit und die Kommuniktion im www für pädagogisch wertvoll und möchte den Kindern die weite Welt nicht verbauen.
Aber muss es ausgerechnet MEIN Notebook sein?
Also ist die Finanzmanagerin halbherzig auf die Suche gegangen, um Preise für Notebooks heraus zufinden.
Also ist die Erzieherin auf die IdeenSuche gegangen, wie man einen 24Stunden-Konsum von www unterbinden könnte mit einem eigenen Notebook.
Und die Krankenschwester hat sich schon mal mit Verbadsmitteln eingedeckt, denn sie erwartet Hauen und Stechen, wenn sich vier Kinder um ein Notebook balgen, das nicht der Unternehmerin gehört, sondern ihnen selber.
Ich bin unschlüssig:
ich finde selber ja den Computer und das www klasse, wenn man es geschickt nutzt. Ich kann verstehen, dass Computerspiele reizvoll sind und ich finde den Kontakt über SchülerVZ gut.
Ich finde nicht gut, dass die Kinder sich nicht von alleine von dem Computer lösen können und das die Sucht, “nur noch ins nächste Level” komemn zu wollen zwar verständlich, aber nicht akzeptabel scheint.
Ich finde ein Notebook zu teuer, um es als Kinderspielzeug den Weg aller Kinderspielzeuge gehen zu lassen. Und ich finde ein KinderNotebook, dass von der Erzieherin unter Verschluss gehalten wird für absurd.
Noch habe ich weder einen Kompromiss noch Geld auf der Straße gefunden!
Gestern hat mich jemand mit dieser Frage gefunden:
“Wie berechne ich die Mehrwertsteuer?”
Als Unternehmerin kann ich nur dringend raten, wer auch immer diese Frage eingegeben hat, sich NICHT selbständig zu machen.
Es gibt einfach Fragen, deren Beantwortung man nicht zu googlen, sondern zu wissen hat.
Dennoch bringt mich diese Frage auf einen anderen wichtigen Punkt, der häufig zu Auseinandersetzungen führt, nämlich Nachlass und Skonto.
Die erbrachte Leistung wird mit ihrem Nettowert in der Rechnung aufgeführt.
Die Leistung unterliegt mit 19% oder 7% der Umsatzsteuer (außer man ist Kleinunternehmer oder führt umsatzsteuerbefreite Umsätze aus, das ist aber ein Thema für den Steuerberater).
Gewährt man dem Auftraggeber einen Nachlass in Höhe von z.B. 5% , dann berechnet sich dieser Nachlass auf die Netto-Rechnungssumme, also OHNE Mehrwertsteuer.
Gewährt man dem Auftraggeber Skonto in Höhe von z.B. 2%, um ihn zur schnelleren Bezahlung zu animieren, dann berechnet sich das Skonto auf die Brutto-Rechnungssumme, also MIT Mehrwertsteuer.
Beispiel:
Leistung 700 EUR netto
minus Nachlass 5% 35 EURO
Zwischensumme: 665 EURO
Mehrwertsteuer 19% 126,35 EURO
Bruttosumme: 791,35 EURO
minus Skonto 2% 15,83 EURO
Rechnungsbetrag: 775,52 EURO
Die Welt ist so voller Ideen, dass man sie nur aufheben und umsetzen braucht.

photo credit: arturodonate
Aber leider, leider, so gerne die Erzieherin oder die Köchin die kleinen Erfolge der Unternehmerin nachahmen wollen, sie können ihr nicht das Wasser reichen.
Kindergarten gründen: scheitert an der Bank und bringt monatlich keine nennenswerten Überschüsse
Blog: sehr zeitintensiv ohne nennenswerten Einkünfte
EBooks: sehr zeitintensiv ohne Einkünfte
Fachautor: sehr zeitintensiv und ohne Einkünfte
ExistenzgründungsCoach: sehr interessant und zeitintensiv, aber ohne Einkünfte
Für lau hätte ich soviele Möglichkeiten, wäre in sovielen Netzwerken gefragt, bekäme soviele Mails und Fragen.
Ich könnten den ganzen Tag busy sein, das Telefon würde permanent klingen, ich würde mich in ergebnisloser Aquise aufreiben und hätte nie Zeit.
Und wäre trotzdem erfolglos in finanzieller Hinsicht.
Ich kenne soviele (leider meistens Frauen), die wahnsinnig geschäftig daher kommen, dauernd Kinderbetreuung zu unmöglichen Zeiten erbetteln und sich einreden wichtig zu sein. Weil sie von einem NetzwerkTreffen zum nächsten jetten, tausend Leute kennen und sich und ihre Leistung anbieten.
Das Problem an diesen Netzwerken ist nur, dass sich dort Leute treffen, die alle etwas anbieten. Jeder möchte einen Auftrag annehmen, aber niemand hat einen zu vergeben. Oder nur selten.
Gefangen in der eigenen Geschäftigkeit merken Netzwerker häufig gar nicht mehr wie ergebnislos ihre Bemühungen sind.
Häufig sind es Frauen, die finanziell durch einen Zweitverdiener abgesichert sind und so schmerzfreier netzwerken können. Bis dann eines Tages beim Erwachen die böse Erkenntnis der Erfolglosigkeit über sie herein bricht und psychologisch echten Schaden zufügen kann.
Ich wünsche jedem Netzwerker, dass er sich rechtzeitig aus seinem Netz befreien kann, solange er darin noch nicht zu sehr verwoben ist.
Man kann soviel Spaß haben für fast umsonst, dass ich die Serie aus 2008 mit neuen Ideen fortsetzen möchte.
Wer Ideen hat für “fast umsonst”, bitte ergänzen, vielleicht sammeln wir soviele Ideen zusammen, dass wir gemeinsam ein Ebook veröffentlichen und promoten können?
Mit zunehmendem Alter der Kinder nehmen auch die Anforderungen zu. Mir immer am Herzen liegt die Rechtschreibung, die ja so irre und unsystemathisch ist, dass man sie ohne auswendig lernen nicht hinbekommt.
Und ich weigere mich Computerrechtschreiblernhilfen zu kaufen oder “Rechtschreibung für Klasse2″, das ist zwar nett, aber mir zu verschult und zu teuer.
Statt dessen nutzen wir openOfficeWriter oder WORD oder einfach ein EMailprogramm mit Rechtschreibhilfe und es gibt nichts beeindruckenderes für unsere Kinder als eine rote Unterkringelung eines Wortes, die dann nach Hinzufügen eines Buchstabens wundersam verschwindet.
Und es gibt für mich nichts köstlicheres als schimpfenden Kindern zuzuhören, die auf den Computer einreden, ihn für doof erklären, nur weil er sich weigert, die rote Unterkringelung verschwinden zu lassen.
Da werden ‘h’ hinzugefügt, an jedes ‘i’ ein ‘e’ angehängt, jedes ‘t’ verdoppelt, doch nichts hilft. Kommt dann die rettende Idee, wie das Wort richtig geschrieben wird und die rote Markierung verschwindet, dann bleibt diese Rechtschreibung im Kopf haften. Auf jeden Fall bei uns.
Und die Kinder schreiben mit Begeisterung EMails oder Geschichten am Computer und merken gar nicht, dass sie eigentlich Rechtschreibung üben. Ohne Druck und erhobenen Zeigefinger, sondern mit Spaß erhoffe ich mir einen größeren Lernerfolg.
Und es kostet fast nichts.
ODER AUCH:
Viel Überraschung ….für fast umsonst
Viel Kreativ ….für fast umsonst
Viel Lehrreich ….für fast umsonst
Viel Poesie ….für fast umsonst
Es gibt gute Empfehlungen von Freundinnen und schlechte.
Zu den guten gehören sicherlich die englischen Regenüberschuhe und Sylter Salatsauce….
Gedächtnistrainer wohin man blickt. Jeder hat so ein Teil und trainiert sein Hirn. Die einen wohl aus Angst vor Demenz, die anderen aus Spaß, die nächsten aus Langeweile. Nur nicht untätig sein, das könnte ja einen schlechten Eindruck machen.
Auf der anderen Seite mehren sich die Gegner dieser Trainer und weisen darauf hin, dass die Gedächtnistrainer in keinster Weise gegen Demenz vorbeugen. Wichtiger sei vielmehr, das Gehirn frisch und beweglich zu halten und häufig benutzte Gehirnwege zu verändern und aufzureißen.
Dank der Kinder und ohne mir viel dabei zu denken mache ich immer mal wieder Dinge anders als gewohnt, ganz kleine Dinge und merke doch tatsächlich dabei wie wohl ich mich danach fühle, wie befreit. Mit diesem freien und beweglichen Hirn scheint mir mein Leben viel leichter und einfacher zu bewältigen.
Häufig helfen mir die Kinder dabei, die noch gar nicht festgefahren in ihrem Verhalten sind und deshalb noch gar kein Verständnis für ‘richtig’ und ‘falsch’ herum haben. Deshalb sind deren Hirne auch so frisch :-(
Ein paar kleine erprobte Tips, die so absurd klingen, aber dennoch den Trott aufreißen.
1. Benutze die anderen Hand.
Ich spiele eine halbe Stunde Ball mit Kind2 und beide Spieler dürfen ausschließlich die linke Hand (ansonsten sind wir Rechtshänder) benutzen. Am Anfang ist das der Gaudi pur für die Zuschauer, wir selber sind hochkonzentriert und plötzlich gibt es so einen kleinen Ruck im Gehirn und es funktioniert: das Auge-Arm-Gehirn-Team hat sich zusammengerauft und ich kann tatsächlich völlig sicher mit links fangen. Danach fühle ich mich wach und kreativ und aufgeweckt. Ich kann es nur empfehlen.
2. Gehe rückwärts.
Den Weg zum Einkaufen gehe ich manchmal ein kleines Stück rückwärts, wenn ich wieder mal merke, dass der Stress anfängt mich aufzufressen. Natürlich nehme ich mir als Alibi ein Kind mit, damit die Nachbarn nicht die Polizei rufen, denn leider dürfen Erwachsene in Deutschland nicht mal verrückte Sachen machen. Die Welt sieht rückwärts gehend ganz anders aus und man ist gezwungen hochkonzentriert langsam zu machen, eine Eigenschaft, die nicht zu meinen Tugenden gehört. Sehr empfehlenswert.
3. Gehe barfuß.
Manchmal gehe ich barfuß vom Einkaufen oder Spielplatz nach Hause. Man wird nicht ganz so komisch angeguckt wie beim Rückwärts gehen, aber die Blicke gehen tief. Dennoch ist es sensorisch ein Ereignis, sowohl den Schmerz wie auch die Wärme, die Glätte, die Steine zu spüren, statt immer gedankenlos über sie hinweg zu schreiten. Der Weg dauert deutlich länger, weil man langsamer geht, aber das intensive Gefühl und die Ablenkung lassen einen über die Welt neu nachdenken.
4. Ziehe die Uhr an den anderen Arm.
Das ist auch eine prima Abwechslung, wenn man dauernd auf den linken Arm starrt und das Gehirn den halben Tag die Info sendet: “Ich glaube, Du hast Deine Uhr verloren!”. Und dabei sitzt die Uhr einfach nur mal am rechten Arm. Nach einen halben Tag hat das Gehirn sich umgestellt und dabei hoffentlich tausende von verkalkten Nervenbahnen aufgerissen. So simple und doch so wirksam.
5. Ziehe den Gürtel umgekehrt durch die Schlaufen
Wer immer den Gürtel von links nach rechts schließt, der ist so wie ich heute völlig verwirrt, wenn die Gürtelschnalle plötzlich auf der anderen Seite sitzt und das Schließen des Gürtels (schlimmer noch das Öffnen des Gürtels in brenzligen Situationen) nicht mehr so reibungslos funktioniert. Man merkt richtig, wie es im Hirn rattert. Auch das wird nach einer Zeit vom Gehirn gelernt, aber es dauert doch erstaunlich lange. Nicht in Stresssituationen zu empfehlen :-)
Denn einrosten wäre ja doof!
Ein Leben mit sieben Jobs zu meistern und dabei nicht unterzugehen, das ist bei mir nur mit Organisation, gewürzt mit einer guten Portion Laissez-faire zu schaffen.
Ein paar “Regeln” helfen mir dabei die vielen Aufgaben besser zu organisieren und trotzdem dabei noch Mensch zu bleiben.
- Definiere Deine Ziele pro Tag und arbeite ergebnisorientiert.
Das klingt zwar wie aus einem Motivationsseminar, aber ich komme damit seit einiger Zeit sehr gut zurecht. Statt mir riesige Hürden für die nächsten zwei Wochen aufzubauen, die mich nicht schlafen lassen, plane ich nur die Aufgaben für einen Tag. Wenn die Wäsche dann gewaschen ist, das Büro erledigt und die Kinder geknuddelt, dann kann ich mcih wirklich mal getrost hinsetzen.
– Schreibe Dinge auf, an die Du Dich erinnern willst oder mußt. Einmal aufgeschrieben spuken sie nicht mehr in Deinem Kopf herum.
Das mache ich als Unternehmerin wie auch als Köchin oder Erzieherin. Denn ich bin eine AufgabenMitInDenSchlafNehmerin. Dort werden sie zu einer unguten Zeit, so gegen 3 in der Nacht, gewälzt, geplant, verworfen und üben einen ungeahnten Druck aus. Sobald sie jedoch auf einem Zettel stehen, kann ich sie aus meinem Gedächtnis verbannen und schlafe bestens.
-Schmeiß weg, was Du nicht brauchst.
Eine meiner sehr klugen Regeln, aber leider stehe ich ganz alleine da mit meiner Regel und zweitens liegen Welten, ach was sage ich, mindestens dreizehn Welten zwischen meiner Einschätzung von “brauchbar” und der Einschätzung der Kinder. Ich glaube dennoch, dass wir vieles entrümpeln könnten und uns dadurch freier fühlen würden.
- Schlaf genug.
Das ist mein Ah und oh. Habe ich genug geschlafen, läuft der Tag wie von selbst, mit wenig Geschimpfe, mit netten Kunden, mit erfolgreichen Projekten, mit leckerem Abendessen. Und wenn es mal nicht so läuft, dann kann ich darüber hinwegsehen und lachen.
- Versuche nicht perfekt zu sein.
Ich halte diesen Vorsatz für überlebenswichtig, aber ich arbeite noch daran und schon viele Jahre. Es wird deutlich besser, aber besonders wenn Besuch kommt dann bricht die ganze PerfektKrankheit wieder aus.
- Koche einfach und gesund.
Diese Regel ist bei uns unumgänglich, da häufig die Zeit und die Spülmaschine für aufwendige Mahlzeiten fehlt. Besondere Kochaktionen werden als event erlebt, an dem dann alle teilnehmen und etwas dazu beisteuern.
-Trink ausreichend Wasser.
Klingt banal, ist aber so wichtig. Ich habe Zeit meines Lebens nur ganz wenig getrunken. Dann habe ich das Trinken (also Wassertrinken) regelrecht trainiert und nun geht es mir tatsächlich besser. Ich fühle mich ausgeglichener und entspannter. Ob ich das allerdings bei eintretender Alters- und NachSchwangerschaftsInkontinenz auch noch so weiter propagiere, bleibt dahingestellt. :-)
Es gibt noch vieles mehr, was mir aber im Moment nicht einfällt. Wahrscheinlich, weil es nicht auf meiner Liste steht! :-)
Sieben Jobs täglich bewältigen wir berufstätigen Mütter im Minimum, das ist wirklich kein Grund sich zu verstecken. Organisation, Abstriche und Leichtigkeit sind notwendig, um nicht unterzugehen.
Wer hat was gesagt?