Karriere oder Familie? Karriere und Familie? Karriere ohne Familie?

Don't stick your head in the sand...
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Verstecken wir unsere eigene Desorientiertheit und unser schlechtes Gewissen hinter angeblichen gesellschaftlichen oder männlichen Normen?

Reden wir uns unsere Entscheidung, arbeiten zu gehen, froh, weil doch die Nachbarin auch arbeitet, weil doch die anderen Kinder auch glücklich im Hort sind, weil doch meine gute Ausbildung nicht vergeudet sein darf
anstatt
aufzustehen und dazu zu stehen, dass Arbeit Spaß macht und Anerkennung bringt und die Kinder gar nicht gefragt werden, ob sie lieber nach der Schule nach Hause kommen möchten?

Verstecken wir unser vermeintliches Stolpern auf der Karriereleiter hinter den männlichen Seilschaften
anstatt
aufzustehen und eigene Netzwerke zu bilden?

Haben wir ein schlechtes Gewissen, wenn wir unsere Zeit der Kindererziehung und der Haushaltsorganisation widmen und morgens ohne Blazer und Hetze die Kinder zur Schule bringen
anstatt
aufzustehen und zuzugeben, dass wir in unserer mütterlichen Rolle aufgehen und es Spaß macht, die Kinder intensiv ein Stück zu begleiten? (und uns diese überflüssigen Fragen verbitten:“Wann gehst Du eigentlich mal wieder arbeiten?“ Frau Frische Brise schreibt sehr treffend darüber, danke!!)

Wie unehrlich sind wir mit uns selbst?