7 Berufe prägen eine Frau
Woher die Spinnenangst kommt, weiss ich nicht. Ich fand es auch nie notwendig, etwas dagegen zu unternehmen…
… bis wir Kinder bekamen.
Jetzt wollte die Erzieherin Vorbild sein, und verhindern, dass die eigene Angst in die Kinder verpflanzt wird, nur weil die Kinder das Kreischen und Zurückzucken der Mutter vor einer Spinne nachmachen.
Also habe ich ein Training gemacht, dass mich durch kleine Erfolgserlebnisse aufbaut:
1. Spinne angucken ohne Weglaufen: einen Meter vor der Spinne stehen bleiben und sie angucken und dabei tief atmen
2. Spinne angucken ohne tief Atmen: im 10 cm Abstand die Spinne angucken und das Netz bewundern
3. Spinne anpusten ohne Weglaufen: im 10 cm Abstand leicht das Netz der Spinne anpusten, die Spinne bewegt sich nun, die Bewegungen verfolgen
4. Spinne stark anpusten ohne Weglaufen: im 10 cm Abstand das Netz der Spinne stark anpusten, die Spinne läuft nun hektisch hin und her, der Spinne zugucken
5. Spinne wegsaugen: mit dem Staubsaugerrohr die Spinne wegsaugen und sich NICHT überlegen, ob die Spinne wieder aus dem Staubsaugerbeutel herauskrabbeln kann
Bei der nächsten Spinne die Schritte 1-4 wiederholen, aber diesmal mit Schritt 6 fortfahren:
6. Spinne in Sicherheit wiegen: während man vor sich hinflüstert, wie hilfreich Spinnen doch bei der Bekämpfung von Insekten sind, ein Glas und eine feste, dünne Pappe holen
7. Spinne lebend fangen: das Glas vorsichtig über die Spinne stülpen und fest gegen den Untergrund drücken. Dann vorsichtig die Pappe zwischen Untergrund und Glas schieben, damit die Spinne gefangen ist.
8. Spinne retten: Pappe und Glas fest gegeneinander pressen und nach draußen tragen. Dort die Pappe entfernen und das Glas ausschütten.
Wirklich angstfrei bin ich immer noch nicht, aber ich habe meine Spinnenangst im Griff, rette tapfer Spinnen mit dem Glas und mache dabei ein wissenschaftliche GutMenschenGesicht. Natürlich kann man den Kindern nichts vormachen und sie bemerken meine Phobie, aber ich erkläre mein training und meine irrationale Angst und dann lachen wir gemeinsam über meine SpinnenNeurose.
Auch Mütter haben Schwächen!
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Sieben Jobs täglich bewältigen wir berufstätigen Mütter im Minimum, das ist wirklich kein Grund sich zu verstecken. Organisation, Abstriche und Leichtigkeit sind notwendig, um nicht unterzugehen.
Bonafilia
10. Februar 2010 um 20:04 Uhr
eine Spinnen Phobie ist keine Erziehungssache….sie ist auch nicht vererbbar…sie ist einfach da. da macht man nix, man kann sie bekämpfen, damit leben und klar kommen…mehr oder weniger, aber ob ein Mensch diese Angst besitzt da kann er nix zu und auch nicht seine Eltern.
Ich bin völlig Angstfrei gegenüber den kleinen 8-beinigen Tierchen das Töchterlein jedoch hat eine große Angst und alles was ich mache scheint nix zu nutzten…eines Tages wird sie es genauso machen wie du…. sie wird damit leben!
…
Ich find deine Taktik prima!
Javamom
12. Februar 2010 um 16:27 Uhr
Vor Kurzem hat unsere 2jaehrige Sonja im TV ein Program gesehen, wo man den Schmetterlingen nachflimt, die von Kanada auf Mexico fliegen. Irgendwann dazwischen erklaerte man, dass es manche Schmetterlinge nicht bis Mexico schaffen, weil a, b und c passieren kann. Dazu zeigten sie, wie z.B. ein Schmetterling sich im einem Spinnennetz verfaengt, und die Spinne kam dazu und wickelte den Schmetterling noch staerker ein. Die Sonja war so empoert dass die Spinne den schoenen Schmetterling fressen wollte, dass wir dazu ein kleines Gespraech anfingen, was denn die Spinne sonst essen sollte….
Der 4jaehrige war auch empoert, weil ihm der Schmetterling leid tat.
Beide Kinder haben vor diesem Program eigentlich keine Angst vor Spinnen gehabt…aber jetzt sehen sie die Spinne in einem anderen Licht.
Mir sind Spinnen nicht gerade eklig aber ich finde sie sollen lieber draussen bleiben und nicht an der Decke ueber meinem Bett…