Karriereberatung: 7 Berufe prägen eine Frau
Kundentermin zu Ende, ab ins Auto, schnell nach Hause, in Businessklamotten an den Herd: so sieht häufig der Abend aus, wenn ich mit Kochen dran bin.
Ich habe die Woche über im Schnitt eine halbe Stunde Zeit, um zu kochen. Und das ist irgendwie richtig wenig.
Und es soll nicht immer nur Nudeln geben.
Und es soll auch noch schmecken.
Und es soll nicht vom PizzaDienst geliefert sein.
Um einfach schnell zu kochen und mit dem Ergebnis zufrieden zu sein, habe ich fünf Regeln:
Erste Regel: setze Dich nicht unter Druck. In einer halben Stunde ist kein Festtagsmenü zu zaubern.
Zweite Regel: es ist nicht schlimm, wenn die Sauce nicht selber gerührt ist, sondern aus der Tüte kommt und nur verfeinert wird.
Dritte Regel: verteile die Arbeit auf möglichst viele Hände.
Vierte Regel: nur keine Hektik. Das Essen soll Spaß machen und jeder genießt das gemeinsame Abendessen auch wenn es nur Spaghetti mit Parmesan und Pesto gibt.
Fünfte Regel: Keine großen Experimente. Das Kochen muss leicht von der Hand gehen, damit ich mich nebenbei auch noch unterhalten kann.
Beilagen:
Nudeln sind natürlich unschlagbar. Sie sind schnell und einfach zubereitet, die Kochdauer beträgt 10 min und sie lassen sich mit allem und nix kombinieren.
Reis koche ich auch gerne, denn auch hier beträgt die Kochzeit nur 10-20 Minuten je nach Reisart, man kann die verschiedenen Reisarten variieren.
CousCous ist auch klasse, denn es quillt in aller Seelenruhe 10 Minuten vor sich hin, während man sich auf Fleisch und Gemüse konzentrieren kann,
Kartoffeln sind eigentlich in einer halben Stunde nicht zu schaffen. Aber mittlerweile schäle ich wie der Teufel, Kind1-4 schneiden die Kartoffeln in kleine Stücke, damit sie schneller gar sind. Oder wir legen die rohen Kartoffelschnitze in den Backofen, Olivenöl drüber, Rosmarin drüber. In einer halben Stunde sind die gebackenen Kartoffeln dann genau richtig.
Pommes Frittes in den Backofen gibt es natürlich genauso wie Kroketten für den Backofen. Das sind dann die Zugeständnisse an die kurze Kochzeit und den Spaß beim Essen.
Pfannkuchen mit Speck oder Äpfeln ist auch gerne gesehen und locker in einer halben Stunde zubereitet.
Fleisch:
Es gibt ausschließlich Kurzgebratenes, denn für dicke Braten ist keine Zeit.
Hackfleisch, ob Rind oder Schwein oder gemischt, ist natürlich der Knüller, paßt zu fast allem als Gemüsefüllung, als Auflauf, als Hackfleischbällchen. Mit Nudeln, in Reis, mit Kartoffelbrei, mit Gemüse, ohne Gemüse, es schmeckt immer.
Schnitzel, egal ob vom Schwein oder Huhn, sind auch in einer halben Stunde zubereitet. Entweder in der Pfanne oder in Sauce im Backofen. Schnitzel in die Auflaufform, Zwiebelsuppe mit Sahne anrühren, drübergießen. Nach einer halben Stunde sind die Fleischstücke gar und die Sauce perfekt.
Bratwurst oder Fleischwürstchen kommen auch oft zum Zuge, sind sehr beliebt und sichern ein fröhliches Abendessen, dass ich in einer halben Stunde einfach und schnell zubereiten kann.
Ganze Hühner scheiden aus, ebenso wie Hühnerschenkel. Rindfleisch scheidet aus, außer als Geschnetzeltes, Gulasch scheidet aus.
Gemüse:
Tja, Gemüse. Leider dauert Gemüse in der Zubereitung lange. Es ist nicht die Kochzeit, sondern die Schneidezeit, die viele Gemüsesorten aus meinem 30 Miunten Korridor wirft.
Salat schaffe ich gut.
Möhren schälen und zerkleinern und mit den Kartoffeln mitkochen lassen, das ist auch in 30 Minuten zu erledigen.
Gurken auskratzen und mit Hackfleisch füllen und dann dünsten, das schafft man auch gerade so mit dem Würzen des Fleisches in 30 Minuten.
Kürbis zerkleinern und zur Suppe kochen ist genauso möglich wie Brokkoli oder Blumenkohl zu kochen.
Aber wenn es mehrere Gemüsesorten geben soll, die alle klein geschnitten werden sollen, am besten noch mit Kartoffeln zu einem Gemüseeintopf, dann streike ich. Das muss dann bis zum Wochenende warten.
Für Experimente und Besonderheiten ist dann das Wochenende da.
Die Woche über koche ich einfach und schnell, Hauptsache es schmeckt.
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Schussel
30. November 2009 um 14:23 Uhr
Bei Gemüse schwöre ich in solchen Fällen auf TK-Gemüse. Das ist normalerweise frischer als “frisches” Gemüse, weil es direkt vor Ort gleich eingefroren wird – und es ist fertig geschält und geputzt. Brokkoli, Pilze, Bohnen, Blumenkohl… doch, ich mag das sehr gerne.
Petra
30. November 2009 um 14:46 Uhr
@Schussel: ja, das ist ein guter Tip! Leider ist unser Tiefkühlfach so klein, dass es mit den zwingend notwendigen Frittentüten (mit 750 gr kommen wir nicht weit bei 6 Personen) und ein bißchen Fisch und zwei Hähnchen schon voll ist. Rotkohl und Erbsen tiefgefroren quetsche ich manchmal noch mir rein, aber dann kühlt es schon nicht mehr richtig :-(
Schussel
30. November 2009 um 15:33 Uhr
Ja, das Problem haben wir auch. Langfristig ist der Plan, in den Keller einen kleinen Gefrierschrank zu stellen. Es spart eben doch jede Menge Zeit, und dann könnte ich auch mal für die ganz engen Tage etwas vorkochen. Bisher ist es oft so, dass ich das TK-Gemüse direkt kaufe und zubereite, also nur wegen der gesparten Zeit beim Schnippeln, nicht als Vorrat.
trampelpfade
1. Dezember 2009 um 07:39 Uhr
Aufläufe – sind bei mir der Hit. Kann ich immer dann vorbereiten, wenn Zeit ist und dann nur noch schnell im Backofen backen. Manchmal kann man auch Spätabends alles in die Auflaufform werfen und dann wenn es dann schnell gehen muss nur noch reinschieben.
Ansonsten auch mal wieder die einfachen Gerichte. Spiegelei mit Kartoffelpüree und Spinat. Schmeckt auch immer gut.
Ach ja, meine Kartoffeln koche ich in der Mikrowelle, dauern da nur noch 10 Minuten als Pellkartoffeln.
.-= trampelpfade´s last blog ..Wandkalender – Jahresüberblick Einen Kalender im Twitterstyle gewinnen =-.
Micha
1. Dezember 2009 um 09:52 Uhr
Wir haben auch erst seit kurzem einen Gefrierschrank im Keller und ich muss schon sagen, dass das einiges erleichtert. Man kann Reste von Suppen super einfrieren und bei Bedarf wieder auftauen und vor allem mehr Vorräte bunkern.
.-= Micha´s last blog ..24 x 3 =-.
Javamom
1. Dezember 2009 um 16:25 Uhr
Manchmal schneide ich mein Gemuese auf “bulk” wie man im Englischen sagt, das heisst, ich habe genug geschnitten um heute einiges under den Salat zu mischen, aber genuegend um es morgen, und uebermorgen, nochmals zu tun. Dazu gibts jede Menge Plastikbeutel um es dort aufzubewahren.
Hier in Kanada und auch in den USA sind die “slow cooker” oder “crockpots” die man elektrisch einsteckt, ganz praktisch. Man schmeisst Fleisch und Kartoffel etc mit wenig Sauce oder Wasser und laesst es den ganzen Tag gemuetlich kochen. Abends ists dann sofort fertig und bereit zum essen. Ich mache so extra-viel Spaghettisauce, Chilis, Huhn an Tomatensauce, etc welches ich dann fuer zwei oder drei mehrere Fertiggerichte einfriere.
PS das mit dem Kartoffel schaelen – muss man denn unbedingt schaelen? Wir schruppeln sie ganz fest und lassen dann die Haut daran. Ab in den Oven mit Olivenoel und Salz, Rosmarin etc und baken/roesten. Es heisst ja sowieso dass die meiste Vitamine direkt under der Schale liegt…
Gruss! Und Bon Appetit!
Andrea
1. Dezember 2009 um 20:19 Uhr
Neulich hatte ich aus Resten einen Nudelauflauf gemacht. Da die Resten nicht *ganz* ausreichten, mischte ich Zwiebelquark darunter und holte einen Glas getrockneten Tomaten aus dem Vorrat.
Und ich hätte nie geträumt, Tomaten so lecker in November zu essen…
Dieses Jahr ist das erste Jahr, indem ich meine Tomatenüberschuss *getrocknet* habe, mit Rosmarin ebenfalls aus eingener Anbau. (Auch andere Gemüse habe ich getrocknet sowie einiges an Obst…)
Ich wollte nur sagen: es muss nicht alles aus der Truhe kommen…