7 Berufe prägen eine Frau
Heute ist offensichtlich Fragestunde in meinem Feedreader:
Frau Ami fragt nach, wie man mit den Erziehungsmethoden anderer Eltern umgeht und liefert leider ein Beispiel, dass ich für so harmlos erachte, dass mir dazu gar nichts, aber auch rein gar nichts einfällt.
Wenn meine Kinder mit anderen unbekannten Kindern spielen,
was selten vorkommt, da vier Kinder, die im Rudel auftreten offensichtlich andere fremde Kinder abschrecken oder ein Signal ausstrahlen: “hier ist schon voll!”,
und den anderen fremden Eltern das Spiel irgendwie nicht passt, dann akzeptiere ich das einfach. Dann spielt mein Kind eben alleine weiter, da ich ja nichts gegen das Spiel einzuwenden habe. So what?
Herr ThatBlog fragt, wer wieso wann Bettlern Geld oder eine andere Unterstützung anbietet?
Ich teile seine heimliche Befürchtung, dass auch ich bei den Bettlern nicht die Spreu vom Weizen trennen kann.
Andererseits täte es mir nicht weh, einem Hilfsbedürftigen mit einer kleinen Gabe zu helfen.
Also verhalten wir uns so: wenn ein ‘Bettler’ eine Dienstleistung anbietet, sich irgendwie ums Geldverdienen kümmert, egal in welcher Qualität versucht, noch irgendetwas zu tun, dann legen alle Kinder eine Kleinigkeit in den Hut.
Unser “LieblingsBettler” ist ein Mann, der in einer Unterführung ‘wohnt’ und diese sauber hält, mit Postern verschönert, aufpaßt, dass Kinder nicht angerempelt werden. Ich bin bei jedem Gespräch erstaunt, welche Werte dieser Mann vertritt, da würde ich manchmal gerne ein paar rechts-Links-rechts-Küßchen-Mamas mal hinschicken
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Sieben Jobs täglich bewältigen wir berufstätigen Mütter im Minimum, das ist wirklich kein Grund sich zu verstecken. Organisation, Abstriche und Leichtigkeit sind notwendig, um nicht unterzugehen.
ruediger
31. August 2009 um 19:09 Uhr
Wer kann schon die Spreu vom Weizen trennen. Letztlich ist es der persönliche Eindruck sowie die eigenen Umstände die einem spenden lassen, oder nicht.
In Ergänzung zu Eurem Liebling-Bettler:
In Wiesbaden gab es auf dem Mauritziusplatz ein Päärchen, welches sich um die Reinigung des Platzes verdient gemacht hat, die Stadt hatte wohl
keine Lust mehran anderer Stelle mehr zu tun. Die Beiden haben sich eine alte Tonne geschnappt, zusätzliche Rollen dran gebaut, Plakate geschrieben und eine Sammelbörse aufgehängt, dass man sich ab sofort um die Reinigung des Platzes bemüht. Die Stadt wollte erste verbieten, haben sie aber dann gewähren lassen. Die beiden finanzieren sich aus Spenden der Bummler und machen tolle Arbeit. Der Platz ist blitzsauber, zu nahezu jeder Tageszeit. Mittlerweile haben sie glaube ich eine GbR gegründet und kümmern sich auch um weitere Teile des Fußgängerzone. Das alles aus Spenden finanziert. Hut ab vor den Beiden. #kudosruediger´s last blog ..Betteln
trampelpfade
1. September 2009 um 08:57 Uhr
Hier bei uns gibt es auch jemanden, der freiwillig die Stadt sauber hält. Er ist glaube ich kein Bettler und bittet auch nicht um Spenden, noch ist er ohne Wohnsitz. Aber er ist schon etwas älter und hat sich zur Aufgabe gemacht unsere Stadt sauber zu halten. Er ist immer und überall zu finden und räumt auf. Mit den Pfandflaschen bessert er sein Einkommen auf.
Was ich aber besonders toll finde:
Einige der Wasserburger Geschäfte statten den Mann z.B. mit Kleidung aus. Natürlich ist da Werbung drauf, aber gut gemacht, denn der Aufdruck hinten von Spexx stört nicht, da vorne “Heinz der ehrenamtliche Stadtreiniger” gewürdigt wird.
Finde ich wirklich gut, da die Geschäfte ja auch von seiner Arbeit profitieren.
trampelpfade´s last blog ..Wanderfan
Petra
1. September 2009 um 11:33 Uhr
@Mella: “Heinz, der ehrenamtliche Stadtreiniger” das klingt ja gut. Den Fall sollte man mal bei hartAberFair bekannt machen.
Petra
1. September 2009 um 11:37 Uhr
@Rüdiger: Ein Fall für die FDP :-) Eigeninitiative, nicht auf den Staat hoffen, leistung bringen, Leistung muss sich wieder lohnen, weniger Bürokratie.
life42
1. September 2009 um 12:58 Uhr
Ich unterstütze alle Punks und andere bunte Individuen, denn alternative Lebensformen müssen sein :)
Ich hoffe dann immer, dass sie das Geld für Spaß, Alk und Zigaretten ausgeben, denn ich hasse den moralischen Zeigefinger dabei: “wenn ich dir schon mein Geld gebe, dann gib es gefälligst vernünftig aus”. Nein! Sie sollen es ausgeben, wie sie wollen, und glücklich sein!
Manchmal laufen sie dann im Sommer zur Eisdiele, und schlecken genüsslich Eis :)
Sie sollen bloß nicht nützlich sein, oder vernünftig, oder sonst wie die bürgerliche Moral bestätigen.