Karriereberatung: 7 Berufe prägen eine Frau
Normalerweise kaufen wir unser Brot beim Bäcker oder beim Discounter. Das Discounterbrot ist zwar billiger, wird aber schneller dröge und ist nie knusprig. Deshalb kaufen wir mal so, mal so.
Wir verbrauchen am Tag ein 500gr Brot. Das heißt pro Tag geben wir im Schnitt 2 EUR für ein Brot aus und benötigen für den Kauf ca. 15 Minuten.
Hier sieht die Finanzmanagerin Einsparpotential und kauft Fertigbrotmehlmischung zum Selberbacken.
Aber ist selber backen wirklich billiger?
Die Backmischung kostet bei LiDL (BIOBackmischung) 1,29 EUR und reicht für zwei 500gr Brote.
Ich benötige für die Zubereitung des Brotteiges (Backmischung in die Schüssel kippen, Wasser dazu, mixen) 15 Minuten. Dann muss der Teig ca. 1,5 Stunden gehen (auf der Packung steht 30 Minuten, aber das ist definitiv zu wenig, da hat sich das Volumen noch überhaupt nicht verändert).
Dann muss ich den Teig nochmal kneten, das dauert inclusive Tischplatte danach säubern und Hände vom Hefeteig befreien ca. 10 Minuten. Nach einer Stunde Backzeit im Ofen riecht es dann verführerisch lecker und das knusprige Brot schmeckte auch wirklich sehr gut.
Dann spülen und wegräumen der Kastenform und der Mixstäbe.
Mich selber hat das BrotBacken insgesamt zwar nur 35 Minuten gebunden, aber zwischendurch guckt man nach dem Teig, guckt in den Ofen, muss die Kastenform einfetten, muss die Kastenform spülen.
Gekostet hat das Brot so ungefähr:
1/2 von 1,29 EUR = 75 cent
1 Stunde Backofen verbraucht ca. 1 kw/h für 21 cent.
Für knapp 1 EURO bekomme ich ein frisches Brot, das mich gefühlt aber zeitlich vielmehr bindet als der kurze Gang zum Bäcker.
Lohnt sich der Aufwand?
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Andrea
6. Mai 2009 um 13:05 Uhr
Nun ja.
Frag einfach die Kinder…
Isla
6. Mai 2009 um 13:27 Uhr
Also, ich finde, das geht nach einiger Zeit total flott.
Gefühlte 15 Minuten, die ich investiere.
Wobei ich auch selten Backmischungen nehme. Mit Mehl und Hefe geht’s schneller (das Gehen).
Aber wir variieren da auch, weil ich nicht nur Weizenbrot essen möchte.
Und, wenn ich Backpapier in die Form lege, brauche ich sie nicht einfetten und später nur kurz ausspülen.
life42
7. Mai 2009 um 01:04 Uhr
Wir haben einen Brotbackautomaten. Das Brot ist ebenso lecker wie selbstgeknetet aber der zeitliche Aufwand ist viel geringer.
kelef
7. Mai 2009 um 04:40 Uhr
selberbacken ist eine frage der übung. ich hab eine zeitlang selber gebacken, nach anleitung einer frau die seit jahren dinkel-, grau und weissbrot und brötchen selber macht, immer ohne fertige mischungen: frische hefe und normales mehl. bei der geht das ganz fix: teig anrühren händisch in plastikschüssel, daumen mal pi mit variierenden körnern und gewürzen würzen, gehen lassen. dann in die jeweiligen backformen (backpapier, wiel dann ohne fett), nochmals gehen lassen, ab in den ofen. 15 minuten in summe kommen da ziemlich genau hin (ich hab mal gestoppt, hatte auch jemand gefragt wegen dem zeitaufwand).
für einen in der zwischenzeit ein-personen-haushalt wie meinen völlig sinnlos. eine gute alternative ist hier eine bäckerei, die selber frisch bäckt (also nix mit vorgebacken und tiefgekühlt und nochmal gebacken), und ein sonderangebot hat: ein 1,5 kg dunkles brot (wahlweise auch ein kleineres mit nüssen oder sonnenblumenkernen oder so) und acht spezialgebäcke (salzstangerl, handsemmeln, graham, mit frischen paprikastücken, körnern, etc.) um insgesamt 6,75. kann man auch einfrieren und auftauen/backen ohne qualitätsverlust. da stimmen preis und qualität sehr gut zusammen. helles brot sowieso nur von der türkischen bäckerei: sehr viel besser und um mehr als die hälfte billiger.
Petra
7. Mai 2009 um 09:27 Uhr
@life42: Brotbackautomat klingt auch gut, aber wir haben keine Stellfläche und bei uns müßte das Gerät ja jeden Tag im Einsatz sein. Also doch weiterhin mit der Hand, dem Mixer und der Kastenform.
Petra
7. Mai 2009 um 09:31 Uhr
@Kelef: Herzlich willkommen! Wie legt man denn eine Kastenform mit Backpapier aus ohne dass das Backpapier in das Brot hineinbackt? Ich habe da immer in den vier Ecken der vor soviel Backpapier, das ich irgendwie falte und zusammendrücke, was aber doch ins Brot oder in den Kuchen einbackt. Und das finde ich doof, deshalb fette ich dann lieber. Das Auslegen der Form mit Backpapier dauert dann genausolange wie fetten und spülen. Oh je, selbst bei so einem kleinen Thema vermischen sich die Fragen der Zeiteffizienz mit Haushaltsthemen und Prozessoptimierungsfragen :-)
Cleo
7. Mai 2009 um 09:45 Uhr
Auch ich habe eine zeitlang die Fertigbackmischungen verwendet. Fand sie aber geschmacklich nicht wirklich gut. So ein Brot kommt an das vom Bäcker einfach nicht ran.
Seit einigen Monaten experimentiere ich nun damit, mein Brot komplett selbst zu backen. Auch das kann noch nicht mit dem Bäckerbrot mithalten (geschmacklich schon – Konsistenz weniger), aber bedeutet eben auch sehr viel Aufwand.
Wenn es nur um den preislichen Aspekt geht, würde ich zum selbstgemachten Brot greifen. Wenns schnell gehen soll: Bäcker.
Cleos last blog post..fliegen lernen
life42
7. Mai 2009 um 14:00 Uhr
Wir haben auch eine winzige küche und unser automat steht auch schon mal unter dem tisch :) Was wahrscheinlich eine zu spartanische lösung ist *grins* Was mir noch eingefallen ist, was der vorteil eines automaten sein kann: man kann darin auch nur den teig machen lassen und nachher z.B. einen hefekuchen oder pizza daraus machen.
kelef
9. Mai 2009 um 16:45 Uhr
kastenform mit backpapier auslegen: ein streifen längs, einer quer, etwas überstehen lassen zum herausheben. einmal zugeschnitten kann das papier auch mehrfach verwendet werden.
das brot klebt eigentlich nicht wirklich an der backform fest, die erwähnte dame nimmt nur einen streifen papier, somit bleiben nur die kurzen seiten der form frei. wenn das brot bemehlt wird vor dem einfüllen in die form, reicht dann ein “messerhieb” um es an den beiden seiten herauszutrennen, das ganze brot wird eben mit dme backpapier herausgenommen.
aber sie haben, wie ich sah, ja schon eine andere lösung gefunden. sieht hervorragend aus!
kelefs last blog post..hach!