Karriereberatung: 7 Berufe prägen eine Frau
Als Selbständiger denkt man über Werbung leider immer nach, wenn man gerade KEINE Aufträge und keine Einnahmen hat. Das ist schade, denn mann muss die Werbung in guten Jahren machen, damit man die Früchte in schlechten Jahren ernten kann. Klingt jetzt geschwollen, funktioniert aber wirklich so.
Wie hoch der Werbeetat sein soll bei Existenzneugründern hängt davon ab, was verkauft werden soll. Existenzneugründer Mark Madlock oder Thomas Godoj haben einen riesen Werbeetat, damit sie keiner vergißt in der Masse der Sänger.
Ich habe gar keinen Werbeetat. Ich lebe ausschließlich über Mundpropaganda. Meine Werbung ist meine Qualität, also setze ich meinen Werbeetat direkt in den projekten ein, und arbeite lieber einen Tag länger als vereinbart, damit das Projekt gelingt, rechne den Tag dann nicht ab (Werbung) und investiere so in Kundenzufriedenheit.
Wenn Du aber noch gar keine Kunden hast, hilft Dir dieser Tip auch nicht weiter.
Auf jeden Fall solltest Du ZEIT investieren, um Dich im kostenlosen internet bekannt zu machen, egal ob Du ein Produkt anbietest oder eine Dienstleistung. Wenn es interssant ist, was Du anbietest, spricht sich das schneller rum als Du gucken kannst.
Die 3.000 EUR für eine zeitungsanzeige (eine achtel Seite in einer Tageszeitung) kannst Du Dir getrost sparen.
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Sylvia
8. Mai 2009 um 15:02 Uhr
Kommt das nicht auch auf die Branche an ?
Ich habe viel mit Handwerkern und Dienstleistern zu tun. Einige von den Unternehmern, mit denen ich seit Jahren immer wieder gut zusammenarbeite, waren “damals” noch neu am Markt.
Wenn ich in der regionalen Tageszeitung oder auch dem “Gemeindeblatt” eine ansprechende Anzeige entdecke, archiviere ich sie. Auf diese Weise haben schon kleinere Unternehmer Vorgärten neu bepflanzt, Sitzplätze angelegt, große Bäume entfernt oder Fliesen verlegt – jeweils Aufträge im kleineren vierstelligen Bereich, um die sich die alteingesessenen Betriebe hier nicht (mehr) bemühen. Für einige gab es dann Folgeaufträge aus dem Bekanntenkreis meiner Kunden, Qualität setzt sich durch.
Ich selbst habe mit einer einzigen Kleinanzeige angefangen und alle weiteren Kunden über Mundpropaganda und/oder Branchenverzeichnisse gefunden. Zur Mundpropaganda gehört dabei auch, dass Handwerker, die schon für mich gearbeitet haben, mich ihrerseits ihren Kunden empfohlen haben, sozusagen als nicht abgesprochenes Netzwerk. Zudem scheue ich mich auch nicht, bei halb privaten Veranstaltungen (Schulfeste, Vereinsgeschichten) zu erwähnen, was ich beruflich mache. Auch so haben sich schon Anfragen ergeben.
Man kann also auch mit nicht ganz so teuren Zeitungsanzeigen langfristig Erfolg haben.
Sylvias last blog post..Karnickel
Petra
8. Mai 2009 um 15:14 Uhr
@Sylvia: ja, Du hast natürlich recht, das kommt auf die Branche an. So wie ich es aus Deinem Beitrag lese, kommt es sicherlich auch auf den Einzugsbereich der Zeitung an. Es freut mich für die vielen Kleinhandwerker, dass deren Anzeige eine wirkliche Investion und nicht nur eine sinnlose Ausgabe war!