Kind1 wird gemobbt.

Divebombing
Creative Commons License photo credit: *jude*

Die Art und Weise hat sich seit 25 Jahre nicht geändert:

  • Schüler stehen in Gruppe zusammen und tuscheln laut und verstummen, wenn Kind hinzukommt.
  • Schüler gehen nah an Kind vorbei, damit Kind auch mitbekommt, dass die Schüler über sie reden.
  • Kind hat einen neuen braunen Pullover an: dann wird Kind mit einem Hund verglichen und angebellt.
  • Kind hat etwas Schwarzes an: dann wird es als Grufti beschimpft.
  • Kind hat eine Kette an: dann wird es als BarbiePüppchen lächerlich gemacht.
  • Kind hat ein altes Handy: dann wird gefragt, ob Kind damit noch trommeln muss.

Neu ist allerdings, dass die Beschimpfungen auch per SMS kommen. Das gab es bei mir früher nicht.

Der Lehrer rät, die Sache ersteinmal zu beobachen, sich von den Mobbern fern zu halten und neue Freunde zu suchen.

Sehr schlauer Rat: Kind kann sich nicht fern halten, da die Mobber ja zum Kind kommen. Kind kann nicht einfach neue Freunde finden, da die Freunde sich in der Klasse bereits gefunden haben.

Ich denke, die Lehrerin wollte sich in dieses schwammige Thema nicht einbinden lassen.

Kind1 reagiert auf seine Weise: es ignoriert die Mobber, es erzählt alles zu Hause ausgiebig, läßt sich nicht unterkriegen und will auf keinen Fall klein beigeben.

Woher nimmt das Kind bloß diese Stärke?

keine verwandten Artikel