Karriereberatung: 7 Berufe prägen eine Frau
Kind1 wird gemobbt.
Die Art und Weise hat sich seit 25 Jahre nicht geändert:
Neu ist allerdings, dass die Beschimpfungen auch per SMS kommen. Das gab es bei mir früher nicht.
Der Lehrer rät, die Sache ersteinmal zu beobachen, sich von den Mobbern fern zu halten und neue Freunde zu suchen.
Sehr schlauer Rat: Kind kann sich nicht fern halten, da die Mobber ja zum Kind kommen. Kind kann nicht einfach neue Freunde finden, da die Freunde sich in der Klasse bereits gefunden haben.
Ich denke, die Lehrerin wollte sich in dieses schwammige Thema nicht einbinden lassen.
Kind1 reagiert auf seine Weise: es ignoriert die Mobber, es erzählt alles zu Hause ausgiebig, läßt sich nicht unterkriegen und will auf keinen Fall klein beigeben.
Woher nimmt das Kind bloß diese Stärke?
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Cleo
18. März 2009 um 09:51 Uhr
Lobenswert dieser Kampfgeist!
Ganz spontan würde ich sagen, dass das Kind die Stärke durch den Rückhalt und die Gespräche zu Hause mitbekommt.
Kinder lernen doch meist durch Nachahmen. Wenn es sieht, dass ich Eltern durch schwierige Situationen nicht unterkriegen lassen, wird es versuchen, ähnliche Situationen genau so anzugehen.
Cleos last blog post..Frühjahrsputz – mein neuer Liebling
Sylvia
18. März 2009 um 10:09 Uhr
Bleib wachsam und achte darauf, dass dein Kind sich nicht selbst überfordert in dem Bemühen, stark zu bleiben und alles alleine zu regeln. Das hat bei uns letzten Endes zu einem völligen Zusammenbruch geführt.
Beobachte auch die einschlägigen Seiten im Netz, sofern möglich – Stichwort Internetmobbing.
An der früheren Schule meiner Tochter gab und gibt es nie Mobbing, nein, woher denn, das ist nur so ein Modewort. Gemobbte Kinder gehen einfach, meine Tochter ist keineswegs ein Einzelfall.
An der jetzigen Schule wird schon bei den erste Ansätzen eingegriffen. Da Lästern über das “falsche” Handy würde umgehend zu einem Gespräch mit den Lehrern führen.
Sylvias last blog post..Bissiger Hund
Isla
18. März 2009 um 14:38 Uhr
Bei meiner Tochter an der Schule ist das auch so, dass sofort eingegriffen wird, wenn soetwas passiert. Aber bei einer kleinen Schule ist das einfacher.
Jeder Mensch hat eine andere Konstitution.
Wir waren 4 Kinder zu Hause und haben alle mal Mobbing erfahren. Wir drei großen haben es mehr oder minder ignoriert (oder so getan, denn verletzen tut es einen ja doch!), mein jüngerer Bruder hat unter Mobbing sehr gelitten und dadurch Schulangst entwickelt. (Sein Mobbing war allerdings extremer, mit Geld erpressen und so weiter).
Er musste die Schule wechseln, weil die Lehrer nichts unternommen haben. Dieses Erlebnis hat ihn leider für sein Leben geprägt.
Islas last blog post..Unsere Kinder brauchen uns
Andrea
18. März 2009 um 22:14 Uhr
Oh, oh.
Silvia schreibt was sehr weise.
Es ist gut, dass das Kind von euch die Unterstützung hat, das bedeutet aber nicht, das dieses Kind immer so souverän mit Mobbing umgehen wird. (Oder das die andere 3 Kindern–die die gleiche Erziehung und familären Umfeld erleben dürfen–ebenso gut damit umgehen können.)
Und selbst wenn ein Kind das wegsteckt, finde ich es dennoch ein Armutszeugnis der Gesellschaft und der Schule, wie damit umgegangen wird.
(Ob wir wirklich die richtige Schiene fahren mit Ganztagsschulen und öffentliche Erziehungskonzepte von Kindern zwischen 0 und 10 Jahren?)
Andreas last blog post..Abendliche Fressattacke–Diätvernichter?
Petra
19. März 2009 um 10:22 Uhr
Danke für Eure wertvollen Hinweise. Gibt es Anzeichen für den nahenden Zusammenbruch? Worauf muss ich achten? Ich glaube auch, dass die Stärke etwas aufgesetzt ist, andererseits ist Kind1 fröhlich und wirkt unbeschwert. Gestern hat sie mit einer Mobberin, mit der sie bisher befreundet war, gesprochen, von sich aus das Gespräch gesucht. Auch dafür ziehe ich vor Kind1 meinen Hut. Sie haben sich ausgesprochen und wagen einen neuen Anfang.