Karriereberatung: 7 Berufe prägen eine Frau
Heute ist die Unternehmerin zum Jugendamt, um sich über die Eröffnung eines Kindergartens beraten zu lassen.
2 Minuten vor 10 war die zuständige Sachbearbeiterin noch “im Telefonat!”.
Na super, dachte ich, das fängt ja gut an, erstmal den Bittsteller warten lassen, um gleich mal die Hierarchien zu klären.
Aber dann kam alles ganz anders:
die Mitarbeiterin kam punkt 10 aus ihrem Büro geschossen, entschuldigte sich vielmals für meine Warterei und der Termin began.
So sympathisch, so offen, so konstruktiv, so pragmatisch: herrlich.
Mein Konzept gefällt ihnen, aber sie weisen mich auf die Risiken hin:
Für die Mitarbeiter war unbegreiflich, dass die Unternehmerin bereits eine Liquiditätsanalyse erstellt hat. Ohne positives Ergebnis säße die Unternehmerin gar nicht beim Jugendamt. Immer wieder haben sie mich gebeten, doch jetzt mal in Ruhe den Kindergarten durchzurechnen, um dann zu einer Profitabilitätseinschätzung zu kommen. Immer wieder habe ich geantwortet, dass diese bereits fertig sei.
Aber gut, wer weiß welche Art von Frauen dort normalerweise sitzen und einen Kindergarten eröffnen wollen.
Für mich projektentscheidend war die Aussage, dass der Bedarf einzig für Kinder unter 3 Jahren besteht. Diese Kinder stehen auf langen Wartelisten, für diese Kinder besteht dringend Betreuungsbedarf.
Für die Kinder ab 3 sind genügend öffentliche Kindergartenplätze (und damit billigere Plätze) vorhanden.
Somit steigt das Risiko stark, dass ich meine geplante Gruppe mit 2-6jährigen nicht voll kriege.
Statt dessen soll ich eine Gruppe eröffnen mit Kinder von 4 Monaten bis 3 Jahren.
Das paßt aber überhaupt nicht ins Konzept: die Natur entdecken, WARUM-fragen lernen, die Natur erforschen, die Welt absorbieren , sein Mittagessen selber kochen, Blumenbeete pflegen, klettern, stöbern, nachdenken.
Aber viermonate alte Babys können daran noch gar nicht aktiv teilnehmen und lernen die Welt noch in einem ganz anderen Stadium kennen. Ich glaube, sie wären damit überfordert.
Und ich hatte mich so auf aktive kleine Stromer gefreut, mit denen man diskutieren kann und die sich aktiv beteiligen können und das Angebot aktiv gestalten.
Will ich anderer Leute Babys füttern und wickeln? Ich weiß es nicht.
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1000Sunny
27. März 2009 um 12:45 Uhr
Hi, bald mache ich einen Eintrag über Nami und auch einen über Sanji – wie diese beiden lernen. Vielleicht inspiriert Dich das dann :)
1000Sunnys last blog post..Wie Chopper lernt….
Petra
27. März 2009 um 12:52 Uhr
@1000Sunny: ja mach mal, obwohl ich nicht glaube, dass Deine anders lernen als unsere. Das ist das Schöne, dass sich neugierige lebensbejahende Kinder, denen man den Freiraum zum Lernen läßt, alle gleichen. NAtionalität, Hautfarbe, dick, dünn, alles egal!
1000Sunny
27. März 2009 um 14:17 Uhr
Glaube ich auch nicht – war ja auch bei diesem Eintrag nicht anders. Ich beschreibe einfach nur.
1000Sunnys last blog post..Wie Chopper lernt….
Petra
27. März 2009 um 14:23 Uhr
@1000Sunny: ich möchte so gerne wissen, wie Chopper lernt, wenn er 14 ist! :-)
Chris
27. März 2009 um 19:31 Uhr
Tja, ein echtes Dilemma. Auch für Eltern. Hier im Speckgürtel von Frankfurt sind die Betreuungsplätze für unter 3 so knapp, die Geldfrage traut man sich da bei der “Bewerbung” gar nicht zu stellen, egal ob privat oder städtisch, Wartelisten sind 1 Jahr und länger und viel Hoffung wird einem nicht gemacht. Marktlücke!
Bleiben doch für Deine geplante Gruppe 2-6 immerhin noch die 2-3-jährigen. Dich zwingt ja keiner, schon ganz kleine zu nehmen, das machen andere private Betreuer (und Tagesmütter) auch nicht anders, viele betreuen ja erst ab 1 oder 2.
Und dann noch der Babyboom, je nach Gegend werden die gesetzlich garantieren KiGaPlätze für 3jährige ja jetzt schon knapp. Bei uns macht 2010 ein neuer privater auf. Die Nachfrage ist hier jedenfalls da.
Rauben mir Netzwerke die Zeit? - Sevenjobs
11. Mai 2010 um 11:13 Uhr
[...] Kindergarten gründen: scheitert an der Bank und bringt monatlich keine nennenswerten Überschüsse [...]