Karriereberatung: 7 Berufe prägen eine Frau
Kind4 redet von nichts anderem als seinem Geburtstag. Wer alles eingeladen werden soll, was es zu essen gibt und welches Motto der Geburtstag haben soll.
Da stehen ‘Detektivjagd’ und ‘Ritterfest’ ganz oben auf der Liste. Ritterfest haben wir schon einmal mit Kind2 gefeiert und es war ein riesen Spaß.
Zum Ritterfest gehört für Mädchen das Verkleiden in ein Burgfräulein und das Basteln von Turmfräuleinhüten, fürJungen müssen es Schilde und Schwerter sein.
Und jetzt hat die Erzieherin ein Problem: sie lehnt das Spielen mit Waffen, das Spiel um den Tod, mit demTod ab.
Aber die Erzieherin schafft es nicht, die Kinder vom spielerischen Kämpfen abzuhalten. Jeder Stock, jeder Halm, jeder Papprolle wird zum Schwert umfunktioniert, angemalt, verziert und an den Gürtel gesteckt, herausgezogen, Brennensseln werden als Feinde definiert und niedergestreckt, Schwestern gejagt.
Wie schlimm sind diese Waffenspiele wirklich?
Sollte ich nicht einfach ganz harmlos damit umgehen, die Kinder beim Geburtstag Pappschwerter basteln lassen und sie auch kämpfen lassen? Spielen Kinder dabei wirklich KRIEG oder ist es so harmlos wie rumrennen?
Die PsychoTherapeutin ist sich nicht sicher, will einerseits den Kampf nicht verherrlicht sehen, das Kämpferische nicht verniedlichen, aber auch nicht überbewerten.
Die Finanzmanagerin ist vom RITTERFEST begeistert: kostet fast nichts, nur ein paar alte Pappen und Wasserfarbe und Scheren, keine teuren Eintrittsgelder und trotzdem eine Menge Spaß.
Vielleicht sollte ich nicht soviel nachdenken?
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ruediger
21. März 2009 um 14:49 Uhr
Ist das Lust am Spielen mit Waffen, oder nicht doch eher das Nachspielen und Erleben wollen dieses fabulösen, einzigen, heroischen Mensch, der als Ritter das Bugfräulein rettet, indem es den Drachen besiegt? Ich mag es nicht niedlich reden, ein Schwert ist eine Waffe, ein Stück Pappe bleibt ein Stück Pappe oder ein Holzstock. Je nachdem wie alt Kind4 ist, ist dieses Stück umfunktionierte Pappe oder der Holzstock aber auch ein wichtiger Bestandteil des Rittertums. Mehr nicht. :)
Mario Carla
23. März 2009 um 10:33 Uhr
Hallo,
ich stimme Ruediger zu. Fragen wir uns doch mal, wie haben wir das denn in unserer Kindheit gesehen, als wir Räuber und Gendarm gespielt haben? Wenn die Kinder mit Stöcken, Papen etc. spielen ist es dann nicht sogar kreativ?
Bitte ich nicht falsch verstehen, ich bin absolut dafür, dass Waffen nicht in Hände von Kindern und Jugendlichen gehören.
Ich frage mich nur manchmal, ob es nicht sinnvoller wäre die Kinder einfach gewähren zu lassen und nicht immer gleich zu denken, dass wir das einen pyschopatischen Killer oder eine Killerin heranziehen.
Laßt den Kindern ihre kreativen Freiräume.
Gruß Mario Carla
Andrea
23. März 2009 um 12:09 Uhr
Als junger Mensch habe ich gute Erinnerungen von “Spiel”Waffen und später (als Teenager) bereits erste Erfahrungen mit Schusswaffen gesammelt.
Aber auch mit 11-12 Jahren hatten wir mit Gewehren am See nach Blechbüchsen geschossen. Vermütlich ist das in Kanada (oder zumindest in meiner Kindheit) völlig normal gewesen?
Die Erziehering möchte ich sagen: der Tod gehört zum Leben. Und Kinder bedürfen auch einen Zugang dazu.
Wenn ich was sagen darf: mir hat meiner Kindheit (und der Umgang mit Waffen) nicht geschadet.
Andreas last blog post..Nehmen wir mal an…