Ich weiß nicht, wie Ihr damit zurecht kommt, aber ich brauche immer ein bißchen Zeit, um zwischen Unternehmerin und Hausfrau umzuschalten.

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Samstags morgens weiß ich zwar, dass ich länger schlafen kann und mich keine Termine drängen, aber ich muss mir bewußt sagen: heute habe ich frei!

‘Frei’ meint natürlich: frei von der Arbeitswelt, aber nicht wirklich frei, denn da sind die Wäsche, Basteln, Spielen, Kochen, Backen, Besuche. Aber dennoch habe ich den Eindruck, ich hätte frei.

Erst mittags merke ich, dass ich weniger frei habe als die Woche über, weil ich nicht der Chef bin. Ich muss mich unterordnen, einordnen, inhaltlich wie zeitlich. So brauche ich den ganzen Samstag, um mich in meine Rolle als Hausfrau zu finden und die Unternehmerin zu verdrängen. Sonntags geht es dann meist schon ganz gut, aber montags beginnt dann der Umgewöhnungsprozess in die andere Richtung.

Ich erwische mich tatsächlich dabei, wie ich beim Kunden mit dem Finger über das Regal fahre und en schmutzigen Finger betrachte, wie ich überlege, was ich denn kochen könnte, statt die Prozesse in der Notfallambulanz zu optimieren. Ich schicke mittags die erste SMS, ob auch alle Kinder heil wieder nach Hause gekommen sind und kann den Nachmittag kaum erwarten.

Das legt sich dann die Woche über, damit ich dann samstags wieder in mein Hausfrauenloch falle.

7 Leben sind einfach 6 zuviel!

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