7 Berufe prägen eine Frau
VERhindern sicherlich nicht, aber ich würde eher sagen: BEhindert.
Schule behindert das neugierige Lernen schon zwangsläufig deshalb, weil nach 45 Minuten der Lehrer gewechselt wird, und der Schüler sich auf ein neues Fach einstellen muss, wo der doch die Neuigkeiten des ersten Faches noch gar nicht zu Ende gedacht hat.
Ich lese mal wieder mein WachrüttelBuch (Das TeenagerBefreiungBuch), das behauptet, dass Schule das Lernen verhindert, durch
die Angst vor schlechten Noten
uninformierte Lehrer
langweilige Lehrmethoden
unaufmerksame Kinder
sauerstoffarme Klassenzimmer
Die Lösung sieht das Buch darin, dass die Kinder ohne Schule ungehindert und befreit Lernen können.
Soweit so gut.
Die aufgeführten Punkte sind ja so schlicht, dass man ihnen zustimmen muss, ob man will oder nicht. Aber lernen Kinder wirklich freiwillig und ist das die Lösung? Und sind die Behinderungen durch die Angst vor Noten wirklich so stark?
Sicherlich interessieren sich Kinder ohne Ende für alle möglichen Themen, sie verfolgen sie, aber sie verlieren auch genauso schnell wieder die Lust. In Freiheit würden sie diese Themen dann niemals bis zum Ende denken, sondern schon wieder zum nächsten Thema springen. Ich bezweifle, dass mit diesem Vorgehen eine umfassende Bildung erreicht wird.
Unsere Kinder besuchen eine Grundschule, die den Kindern einen großen Freiraum zum WARUM-Fragen bietet, Kinder können sich die Lerninhalte innerhalb einer Woche selber zusammensuchen, die Abarbeitung selbständig über die Wochentage verteilen, Vorlieben ausleben.
Aber es gibt Kinder, die fragen nicht WARUM?, die haben keine Vorlieben, die sitzen stumpf vor ihren Aufgaben und artikulieren keine Interessen.
Diese Kinder darf man doch nicht einfach ausblenden und nur von den aufgeweckten Kindern ausgehen und diese zum Maßstab nehmen. Für diese Kinder ermöglicht Schule das Lernen erstmalig.
ich bin kein Freund von Lehrern, aber vom Lernen. Das einzige was ich unseren Kindern mitgeben kann, ist die Neugierde auf die Welt und eine umfassende Allgemeinbildung.
Auch sind mir die Mängel in der Schule wohl bewußt, aber ich kenne leider soviele Kinder, die auch in Freiheit keine, aber auch gar keine Anstalten machen, Dinge zu hinterfragen.
Wenn ich unsere Kinder so beobachte, dann glaube ich, dass die größte Verhinderung darin besteht, dass die Kinder um kurz vor acht bereits aufnahmebereit sien müssen. Laßt doch die Schule erst um 9 anfangen, dann würde die Leistungsbereitschaft vieler Kinder spontan steigen!!
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1000Sunny
13. November 2008 um 13:10 Uhr
Die Frage ist aber auch: Warum verlieren Kinder so schnell wieder da Interesse an Dingen, für die sie sich interessieren? z.B. Gitarre spielen – Klavier spielen ?
Bei mir waren die Sachen, die ich immer wieder fallen ließ:
1.) Eltern-Interessen, die mir zugeschrieben wurden
2.) Uninteressant (manche Dinge interessieren einen ja wirklich nicht)
zusätzlich hatte ich natürlich heftigen Zeitmangel – und manchmal (im Falle von Chemie) übernahm die Schule das Ruder (da gab ich der Bibliothek wieder alle Chemie-Bücher zurück und fing an das Fach nicht zu mögen)
–
Dinge für die man sich wirklich interessiert lässt man eigentlich nie fallen (außer es ist nur eine Euphorie – z.B. Gitarre, wenn man Tokio Hotel mag – dann aber merkt, dass man lange braucht um ein gutes Niveau zu erreichen).
–Meiner Meinung nach verhindert Schule das Lernen nicht nur, sie macht es einem nachhaltig madig. Und so greift man als Erwachsener lieber zur Fernsehzeitung oder zum Otto-Katalog anstatt sich ein Mathebuch zu schnappen oder mal wieder eine Sprache zu lernen.
–
Allerdings glaube ich auch, dass die Grundschule, die sie da gefunden haben, eine sehr Gute ist. Bin gespannt, wie es wird, wenn es um den Übertritt geht. Die wirklich negativen Konsequenzen treten übrigens erst ab 15 Jahren zu Tage (da gibt es eine nette Statistik, die beschreibt, wie stark das Interesse an Mathe zu Schuleintritt ist und wie es sich dann verändert – sieht nach Finanzkrise aus)
1000Sunnys last blog post..Wir kaufen ein Auto
Petra
13. November 2008 um 13:26 Uhr
@1000Sunny: wir haben schon zwei Kinder auf dem Gym, der Wechsel lief problemlos, das Matheinteresse fehlte bei Kind1 immer schon und Kind2 ist ein Überflieger. Also nicht representativ :-) Aber den Kinder ist langweilig. sie sind gewohnt WARUM zu fragen, und das hört man nicht sogerne auf dem GYM. Außerdem sind sie gewohnt sich Lernstoff alleine anzueignen oder bei Freizeit sich neue Gebiete alleine zu erschließen. Das gibt es nicht im GYm. Dort wird gewartet bis alle mit der Aufgabe fertig sind, für die die schneller sind bedeutet das Langeweile oder Klassenclown.
Andrea
13. November 2008 um 13:42 Uhr
O.o.
Da steckt ‘ne Menge drin.
Du schreibst:
Aus diesen Satz merke ich (wie 1000Sunny), wie gut ihr es habt in euren (Grund)schule. Leider ist das nicht immer so…
Du schreibst: