7 Berufe prägen eine Frau
Schule nimmt einen großen Raum im Leben der Kinder ein. In der Grundschule noch nicht so, aber in den weiterführenden Schulen schon.
Die Schule bestimmt über die Zeiteinteilung der Kinder, über die Themen, mit denen sie sich beschäftigen sollen, über das soziale Verhalten, über ‘Richtig-oder-Falsch’.
Selbst das Wochenende ist Schule seit G8 nicht mehr heilig. Mit der Begründung: “Am Wochenende habt Ihr ja ein bißchen mehr Zeit.” werden freitags noch mehr Hausaufgaben als sonst sowieso schon aufgegeben und Vokabeltests montags geschrieben.
Zeit für Spaß, für Träumen, für Experimentieren bleibt da kaum. Erst Schule, dann Hausaufgaben, dann Abendessen, dann müde.
Auch die Lehrer würden Schule gerne anders gestalten, fühlen sich aber durch die Schulzeitverkürzung unter Beibehaltung des Lehrplans zeitlich so unter Druck, dass sie statt zu rebellieren lieber den Kindern die Kindheit stehlen.
Ich kann diese Kontrolle nicht akzeptieren.
Leider habe ich der zeitlichen Kontrolle wenig entgegen zu setzen, außer dass gewisse Hausaufgaben mit niedriger Priorität erledigt werden dürfen.
Der meinungsbildenden Kontrolle stehe ich kämpferisch gegenüber. Kinder sollen nicht in schwarz-weiß-Denken gepresst werden, sondern sollen über den Tellerrand blicken. Ganzheitliches Denken ist zwar schwierig, aber nicht unmöglich. Wir sprechen also viel über Schule und was gelehrt wurde, erstens weil die Kinder zu Hause mit ihrem Tageswerk ernst genommen werden und zweitens aus Neugierde, wo ich wieder eine Aussage zurecht rücken muß.
Die Kontrolle über das soziale Verhalten spreche ich der Schule ab. Schule maßt sich zwar an, Kopfnoten über das soziale Verhalten zu erteilen, aber das soziale Verhalten wird durch den Klassenverband erzwungen und nicht durch den Lehrer. Die Lehrer versuchen natürlich durch Klassenregeln steuernd einzugreifen. Damit können sie aber nicht dem Mobbing, der Ausgrenzung, des leadership einzelner entgegenwirken.
Was bin ich froh, dass die Kinder eine Grundschulzeit ohne Hausaufgaben mit viel Freiraum, mit Wochenplänen, mit Projekten, mit Neugierde, mit ‘Warum-Fragen’ in kleinen Klassen verbringen konnten.
Damit können sie die neue Schule vergleichen und oponieren. Die Kontrolle nicht stillschweigend akzeptieren, damit haben die Kinder schon mal etwas wichtiges gelernt, finde ich.
Erstickt Schule unsere Kinder?
Das Teenager Befreiungs Handbuch
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1000Sunny
5. November 2008 um 21:19 Uhr
Wenn ich an Deinen ersten Kommentar bei mir denke. Dann werde ich ganz sentimental :)
Für mich sind zwei sehr schlimme Dinge in der Schule die Kontrolle über: Richtig-Falsch (allein die Terminologie finde ich schon unpassend für so eine komplexe Welt – aber in der Schule gibt’s halt alles auf Tinky-Winky Niveau).
Zum anderen den Gruppenabschluss – also eine Gruppe bildet sich und entwickelt ein Wir-Gefühl und sondert sich so von den Menschen außerhalb der Gruppe ab. Das ist eigentlich der Kern jeden Krieges.
Und die Erziehung zur Autoritätenhörigkeit – siehe Stanley Milgram – ich dachte das gäbe es nicht mehr – aber dann habe ich bei Herrn Rau die Schulverfassung gelesen. Paragraph 1: Du sollst die Autorität des Lehrers anerkennen (und das im Jahre 2008) – egal wie doof der ist.
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Réka
6. November 2008 um 10:08 Uhr
„Schule nimmt einen großen Raum im Leben der Kinder ein. In der Grundschule noch nicht so, aber in den weiterführenden Schulen schon.“
Meine Erfahrungen sind gerade gegenseitig.
In der Grundschule gab es die meisten unnötigen Regeln. Als ich das Gymnasium begann, konnte ich aufatmen: Ich musste nicht mehr 15 Minuten vor dem Stundenbeginn auf dem Schulhof Schlange stehen, in den Pausen konnte ich ruhig etwas zu essen kaufen, und nie mehr galten blöde Regeln über die Kleidung.
Ich konnte in späteren Schulen auch selbständiger lernen. In der Grundschule wurde diktiert, wie unsere Hefte aussehen mussten. Im Gymnasium konnte ich meine Notizen auf Blätter schreiben statt viele Hefte mitzuschleppen: Manchmal führte dieses Verfahren zum Erstaunen, aber nie zum Problem. Und an der Uni kam die noch größere Freiheit: Lerne, wie du kannst – nur die Ergebnissen der Klausuren und Hausarbeiten zählen.
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Andrea
7. November 2008 um 21:13 Uhr
Schule nimmt einen großen Raum im Leben
der Kinderder Familie ein.Mehr sag ich nichts dazu.
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