Karriereberatung: 7 Berufe prägen eine Frau
Aus meiner Erfahrung: so früh wie möglich.

photo credit: Simon Davison
Es ist meiner Ansicht nach illusorisch, Kinder vom Computer fern zu halten, ebenso illusorisch wie Kinder ohne Süßigkeiten aufwachsen zu lassen.
Da die Unternehmerin sowie so den ganzen Tag am PC sitzt, nimmt sich die Erzieherin vor, die Kinder gezielt an den Computer heranzuführen.
Ab 2 Jahren darf man bei uns den PC anfassen, mit der Maus spielen, sich wundern, wieso sich der Zeiger auf dem Bildschirm bewegt. Mit 3 klappt es das erste Mal, dass der Zusammenhang zwischen Maus und Zeiger erkannt wird und gezielte Bewegungen auf dem Monitor ausgeführt werden. Dazu eignet sich sehr zur Freude der Putzfrau das Malprogramm, das jede Mausbewegung mit einem farbigen Strich belohnt, aber ohne die Hose oder den Fußboden zu versauen.
Mit vier kann man das erste Mal mit einem Tabellenkalkulationsprogramm rechnen und primitive Formeln eingeben, mit fünf werden die ersten Briefe geschrieben und dann ist kein halten mehr.
Die Unternehmerin hat jedem Kind einen eigenen Emailaccount eingerichtet, die Erzieherin überwacht strengstens die Notebookzeiten und die aufgerufenen Internetseiten. Sich wo registrieren und seine Mailadresse hinterlassen ist untersagt und wird auch befolgt.
Die Kinder nutzen den PC meist zu zweit oder zu dritt,
die Kommunikation kommt nie zu kurz,
die Motorik wird geschult,
Wissen erweitert,
Freundschaften über Kontinente hinweg am Leben erhalten,
geschützte Kinderblogs als Tagebuchersatz mit der Freundin im Ausland geführt,
Einladungskarten geschrieben,
der erste Roman begonnen,
gechattet und, ganz wichtig für die Psycho-Thearapeutin,
der PC wird auch wieder ausgemacht und nicht gegen Langeweile benutzt.
Essen und trinken am PC hat die Köchin verboten, denn die Fingerabdrücke auf dem Bildschirm sind für die Unternehmerin am nächsten Arbeitstag schon Ärgernis genug.
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buchstaeblich
6. November 2008 um 10:39 Uhr
Das ist wahrhaft ein Phänomen, nicht? Kinder Können am Bildschirm nicht auf etwas zeigen, ohne ihn anzupatschen!
Das habe ich schon ganz oft beobachtet.
buchstaeblichs last blog post..US-Präsident Obama
Petra
6. November 2008 um 11:25 Uhr
@Frau Buchstaeblich: ja, es ist wirklich wahr. Als ob man es durch das Anpatschen zum Leben erwecken kann, was da hinter der Mattscheibe flimmert.
ruediger
6. November 2008 um 12:29 Uhr
Bei uns kam das etwas später, dann aber sehr heftig. Die beste Tochter von allen war etwa 10 als sich derartige Gelüste einstellten, unter wildestem Protest der Gattin.
Anfangs hatte sie eine Kindersicherung auf dem Rechner, nach etwas Einweisung und Anleitung konnte die schon alleine als Vertrauensbeweis wieder weg. Die üblichen Sicherheitswarnungen wurden und werden problemlos beachtet.
Heute mit 17 nutzt sie den PC zum chatten, für die Schule, recherchieren, Musik hören … nur bloggen will sie partout nicht. Dabei hat sie eine tolle Schreibe. Die Gattin zetert übrigens immer noch. *sigh*
Wegen den Fingertatschen:
Eine Monitoroberfläche wird bei uns immer mit einem Stift berührt, nie mit den Händen. Sie war damals alt genug zu verstehen, dass dies der Spur eines fettiger Fingers auf einer Brille gleicht. Dir Demo auf Ihrer Sonnenbrille hat dann den Ausschlag gegeben. Es wirkt immer noch. :)
1000Sunny
6. November 2008 um 14:12 Uhr
Hi, wir haben das auch ganz früh schon “freigegeben” – mittlerweile ist es komplett in der Verantwortung der Kinder.
http://freiebildung.wordpress.com/?s=Computerspielen
1000Sunnys last blog post..Deutschland
Andrea
9. November 2008 um 11:32 Uhr
Oh, oh, das ist ein sehr langer Prozess bei uns gewesen.
Aber in diesem Sommer las ich Das Ende der Schublade: Die Macht der neuen digitalen Unordnung (allerdings auf englisch: Everything Is Miscellaneous: The Power of the New Digital Disorder), da fange ich langsam an, das ganze aus eine völlig neue Perspektive. Mittlerweile bin ich sehr offen für Kinder am Rechner.
Dennoch stelle ich fest, dass meine Kinder in ihren Schulen nicht beigeracht bekommen, wie man relevante Informationen aus einer Quelle extrahieren und festhalten. Da ist wirklich mangelhafte Arbeit seitens der Schule, wenn Du mich fragst. Und m.E. muss diese Fähigkeit schon in der Grundschule anfangen, und zwar angefangen mit Hardcopytexte (also Bücher, Lexika, Enzyklopädien…), denn wenn die Kinder gelernt haben, aus eine Fülle an Informationen, das für sie wichtige herauszufiltern, dann können sie dieses Wissen auch mitnehmen im Netz und werden dort eine Fülle an Information finden und etwas damit anfangen können…
Übringens, haben unsere Kinder erst mit der Schreibmaschine angefangen und einen Schreibkurs bei mir absolviert, bevor sie an einen Rechner zu Hause dürften… damit sie auch ihre Geschichten in ihren eigenen Blogs etwas schneller posten können ;) !
Andreas last blog post..Wissenswertes über Pastinaken
Andrea
9. November 2008 um 11:34 Uhr
Irgendwas ist schief gegangen mit meinen Link, hier nochmals:
Das Ende der Schublade: Die Macht der neuen digitalen Unordnung
Andreas last blog post..Wissenswertes über Pastinaken
Andrea
9. November 2008 um 11:36 Uhr
ARGH,
schau bei Ama.zon oder sonst wo nach: Das Ende der Schublade: Die Macht der neuen digitalen Unordnung von David Weinberger
(sorry für dieser fehlgeschlagene Link)
Andreas last blog post..Wissenswertes über Pastinaken
1000Sunny
9. November 2008 um 13:13 Uhr
Zur Zeit führen sie ja Informatik in die Schulen ein. Ich habe die Bücher gesehen… ich glaube kaum, dass ich heute ein vorbildlicher Informatiker wäre, wenn ich das damals so gelernt hätte :) Ich glaube auch, dass Kinder bald keine Lust mehr haben über ihr Internetverhalten bewertet und verglichen zu werden. Einziges Rückzugsfeld World of Warcraft. Computerspiele werden hoffentlich nie von der Schule entdeckt.
1000Sunnys last blog post..Naminesisch