7 Berufe prägen eine Frau
Eben habe ich die Wäschekörbe ausgepackt und mußte grinsen.

photo credit: daskerst
Freitags ist ja immer mein Wäschetag. Statt die Unternehmerin auf der Arbeit bin ich dann als Putzfrau eben im Keller. Weg ist weg. Weil ich aber die Zeit mit den Kindern verbringen möchte, sind Kind3 und 4 mit im Keller und übernehmen das Zusammenlegen der Wäsche. Allerdings muß ich zugeben, dass ich ihnen nur die unkritischen Kleidungsstücke gebe: U-Hose, Strümpfe, T-Shirts, Schlafanzug, Sweat-Shirt, Hose.
Die Putzfrau erklärt, wie jedes Teil zusammengelegt wird und dann geht es los.
Auch hierbei gibt es unendlich viel zu erzählen. Die Unternehmerin würde so gerne zack-zack fertig werden und diesen kalten, unfreundlichen Keller wieder verlassen, aber nein. Nicht daran zu denken. Man glaubt gar nicht, wieviele lustige Formen man aus so einem T-Shirt falten kann. Und die Hosen erst.
Ist das Teil dann endlich gefaltet, fällt es beim Hineinlegen in den Wäschekorb natürlich noch dreimal unter Gekicher wieder auseinander.
Die Erzieherin muss sehr an sich halten, dass sie nicht die Teile selber nochmal auseinander und ordentlich falte. Aber die Kinder nehmen ihren Job trotz aller Kicherei sehr ernst und es würde sie sehr kränken, wenn ich ihnen dauernd das Gefühl vermitteln würde, dass sie es nicht gut genug tun. Damit würde ich sie nur vergraulen.
So lache ich lieber über die verknitterten, aber kindermäßig ernsthaft zusammengelegten Oberteile und streiche sie liebevoll glatt. Die Lehrerin wird es verkraften. Und ich auch!
Wie vereine ich Beruf und Familie: Belegablage
Ähnliche Artikel:
Sieben Jobs täglich bewältigen wir berufstätigen Mütter im Minimum, das ist wirklich kein Grund sich zu verstecken. Organisation, Abstriche und Leichtigkeit sind notwendig, um nicht unterzugehen.
1000Sunny
29. Oktober 2008 um 20:43 Uhr
Oh, das ist aber schön. Ich wünschte unsere könnten schon so toll mithelfen, bei denen sieht das eher so aus:
http://freiebildung.wordpress.com/2008/05/24/waschkuchenparty/
1000Sunnys last blog post..Wahrnehmung von Homeschoolern in der Öffentlichkeit
buchstaeblich
29. Oktober 2008 um 20:55 Uhr
Die Therapeutin war aber auch dabei:
Wenn die Kinder partnerschaftlich helfen dürfen und dabei ernst genommen werden, dann ist das von unschätzbaren Wert für die Entwicklung des Selbstwertgefühls.
buchstaeblichs last blog post..München und der Gipfel der Medientage
buchstaeblich
29. Oktober 2008 um 20:55 Uhr
unschätzbarem, sorry!
buchstaeblichs last blog post..München und der Gipfel der Medientage
Petra
29. Oktober 2008 um 21:19 Uhr
und es ist so herrlich gleichberechtigt, weil die Jungs auch helfen müssen :-)