Karriereberatung: 7 Berufe prägen eine Frau
Mal wieder ein Artikel einer Journalistin mit Kind.
Diese Journalistin mit Kind ereifert sich über überbesorgte Mütter und führt an, dass in anderen Ländern die Kinder ganztags betreut werden ohne das es der Mutter das Herz zerreißt. In Deutschland würden arbeitende Mütter als Rabenmütter bezeichnet, wo hingegen in Frankreich die Angst vor der Mutterklucke kursiere.
Zitat: “Und man lernt, in fast allen dieser Länder gibt es Ganztagsschulen und Kinderkrippen. Haben die Mütter dort keine Gewissensbisse? Offenbar nicht!”
Aber da muss ich lautstark entgegnen:
Und man lernt auch, dass in anderen Ländern die Qualität der Ganztagsbetreuung besser ist als in Deutschland, weil der Betreuungsschlüssel höher ist. Und man lernt auch, dass es keine Studien darüber gibt, ob die Veränderung der Gesellschaft hin zum Egoismus und der Angst vor Verantwortung nicht auch aus der frühen Kinderbetreung z.B. in Frankreich resultiert. Vergleiche hinken schnell….
Die Übermütterlichkeit und Überterminierung der Kinder ist ein Phenomen, dass berufstätige wie auch zu Hause arbeitende Frauen haben.
Aber wird es nicht auch von außen gefordert bei jeder Bewerbung:
Anfang Zwanzig soll man sein mit UniAbschluss, 3 Jahren Auslandserfahrung und mindestens vier Fremdsprachen sprechen. Kulturelle oder soziale Praktika erwünscht.
Und das alles schafft man eben nur, wenn man mit 4 bereits anfängt :-)
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Cleo
1. September 2008 um 15:15 Uhr
Ich finde den Begriff der “Rabenmütter” sowieso furchtbar. Als berufstätige Mutter habe ich (wie Du wahrscheinlich auch) eine tägliche Zerreißprobe. Ich wäre sehr gerne jeden Nachmittag für mein Kind da, wenn er aus dem Kindergarten kommt. Aber leider muß ich auch Geld verdienen, ohne dass es nicht geht. Diese ständige Diskussion um Hausfrauen und berufstätige Mütter geht mir absolut auf den Keks – sorry. Aber es geht doch darum: wie sinnvoll nutze ich die Zeit, die ich mit meinem Kind habe? Natürlich gibts es viele Hausfrauen, die sich viel um ihre Kinder kümmern, mit ihnen spielen, basteln… es gibt aber auch viele, die ihre Kinder nur vor der Glotze parken. Und arbeitende Mütter nehmen sich dafür in den 2-3 Stunden Abends intensiver Zeit für die Kinder? Es gibt kein schwarz und kein weiß – es gibt immer auch eine Grauzone!
Petra
1. September 2008 um 15:32 Uhr
@Cleo: Da stimme ich Dir voll und ganz zu. Aber es ist leichter zu polarisieren als zu differenzieren. Da müssen wir uns eben wehren wo es nur geht :-)