Karriereberatung: 7 Berufe prägen eine Frau
Ich hoffe, es geht vielen so. Wenn man jemandem gegenüber steht, der gerade einen geliebten Menschen verloren hat, dann fällt es mir leicht, ihn zu umarmen, ihm Hilfe anzubieten und ihn hilflos anzulächeln, aber ich kann nichts Sinnvolles sagen. Weil mir zum Tod nichts sinnvolles einfällt.

photo credit: visualpanic
Ich habe Sorge, dass ich etwas falsches sage, dass die Trauer noch verstärkt, statt von ihr abzulenken. Ich habe Sorge, dass ich in meinem Mitgefühl zu nahe trete.
Ich habe Sorge, dass ich Wunden wieder aufreiße.
Ich kann mich auch leider nicht hinter religiösen Phrasen verstecken, die ich beim Thema Tod allesamt für unpassend halte. Die göttliche Allmacht, den Hirten, den lieben Gott stelle ich mir anders vor, als dass er mich mit dem Tod meines Liebsten prüft.
Ich schaffe es auch nicht über Alltägliches zu reden, weil ich mir dann oberflächlich und die Trauer mißachtend vorkomme.
Ich kann auch nichts von mir erzählen, weil ich mir dann egoistisch und den anderen nicht achtend vorkomme.
Kurzum: ich kann einfach nicht unbefangen sein. Also bleibe ich beim Umarmen, Blumen vor die Tür stellen und Zuhören. Hilft vielleicht das sowieso mehr als zutexten.
Wer hat was gesagt?