7 Berufe prägen eine Frau
Manchmal vergesse ich vor lauter Terminen das Atmen. Intuitiv atme ich natürlich schon, aber das lange tiefe Atmen wird verdrängt.

photo credit: bogenfreund
Meist kommt dann an diesen Tagen noch hinzu, dass ich auch zu wenig trinke. Das geht dann bis mittags ganz gut, aber dann kommt der Einbruch. Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Gereiztheit, Ungerechtigkeit dominieren mich dann. Der Abend mit der Familie verläuft dann nicht wirklich nett.
Das darf nicht sein!
Da ich größere Pausen aus Terminnöten und Kinderbegehrlichkeiten nicht mache, muss ich zu den kleinen Tricks greifen. Ich stehe im Schnitt alle 1 1/2 Stunden auf und gehe nach draußen. Immer habe ich dabei ein schlechtes Gewissen, weil ich die Arbeit vernachlässige, aber Raucher gehen noch öfter raus, ohne dass ihnen jemand diese Zigarettenpausen als PAUSE anrechnet, also darf ich das auch. Draußen atme ich tief durch, und nochmal und nochmal und denke an irgendetwas schönes oder beobachte einen Vogel oder rieche an einer Rose oder oder. In diesen 5 Minuten schalte ich so gut ab, dass ich mir einbilde, mit neuer Kraft weiter arbeiten zu können. Der Erfolg zeigt sich nicht nur tagsüber, sondern auch abends: ich komme deutlich entspannter nach Hause, habe noch Freude am Kochen und kann noch 5 verschiedenen Menschen zu hören, ohne dass mir die Ohren wegfliegen.
Das letzte Durchatmen findet vor dem Einschlafen statt, denn auch im Schlaf vergesse ich tatsächlich ab und zu das Atmen.
Ich halte das tiefe Atmen jetzt seit dem Urlaub konsequent ein und habe den Eindruck, dass es uns sehr gut tut. Ist die Mutter gesund, freut sich die Familie. Deren Einschätzung muss ich aber erst noch einholen :-)
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