Karriereberatung: 7 Berufe prägen eine Frau
Heute ganz früh morgens im Radio, wenn noch versöhnliche Themen gemeldet werden, wurde ein interessantes Projekt vorgestellt:

photo credit: Allie_Caulfield
Man nehme 40 Stühle und male sie alle unterschiedlich an, wobei der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind. Die 40 Stühle sind danach immer noch 40 Stühle, fallen aber aus der normalen Stuhlwelt hinaus, fallen auf, grenzen sich von anderen Stühlen ab. Das sieht dann so aus…
Nun nehme man einen dieser Stühle und stelle in inmitten einer ganz normalen Bestuhlung eines Konferenzraumes. Was passiert, wenn die erwachsenen Konferenzteilnehmer den Raum betreten?
Die Leute sind verunsichert, starren auf den bunten Stuhl, kichern, zeigen drauf, nur draufsetzen wird sich KEINER.
Was passiert, wenn Kinder den Raum betreten? Alle stürmen auf den bunten Stuhl zu, betasten ihn, klettern auf ihn drauf und es entbrennt ein Streit darum, wer zuerst auf dem tollen bunten Stuhl sitzen darf.
Die Stühle sind Synonyme für ‘behinderte Menschen’, für ‘Ausländer’, für ‘Obdachlose’. So wie die Leute auf die Stühle reagieren würden sie auch im richtigen Leben beim Zusammentreffen mit andersartigen Menschen reagieren. Bezeichnend ist ja, dass diese Andersartigkeit mit dem Begriff der ‘Randgruppe’ beschrieben wird. Damit wird diese Gruppe nicht nur gesellschaftlich, sondern auch noch verbal künstlich aus der Mitte verdrängt.
Die Stühle sollen einen darauf stoßen, dass man sich verkrampft verhält und es völlig unnötig ist, die Andersartigkeit zu scheuen. Sitzt man erst einmal auf dem bunten Stuhl, ist er nämlich genauso hart und unbequem wie seine Standardkollegen. Andersartigkeit ist nämlich normal, wenn man es nicht immer so betonen würde.
Ich finde das ein tolles unsentimentales Projekt mit sehr viel Tiefe und Nachdenkenswertem. Wer die Stühle auf sich wirken lassen möchte, hier der Tourplan..
Ich wünschte ich bekäme die Unvoreingenommenheit und Spontanität von Kindern zurück, dann würde ich gar nicht zwischen ‘normal’ und ‘anders’ unterscheiden!
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Frank
1. August 2008 um 23:19 Uhr
Erstmal möchte ich sagen, Ausländer und behinderte Menschen sind für mich nicht anders, auch fallen sie nicht aus meinem Weltbild heraus. Obdachlose schaue ich zwar nicht mit anderen Augen an, doch normal sind sie nicht, was nicht heißt das ich etwas gegen sie hätte.
Schlimmer finde ich Menschen, die krampfhaft versuchen anders zu sein, das funktioniert nie und wirkt immer aufgesetzt. Wärend Menschen die etwas “anderes” machen, dies mit ehrlicher Leidenschaft tun, auch nicht anders sind als ich oder mein Nachbar, sie sind interessanter. ;)
Franks last blog post..Das Phänomen der Neugierde