Passend zur Sommerzeit kommt die Umfrage zur Akzeptanz von home-office-Arbeitsplätzen.

Fast 80% der 30- bis 39-Jährigen wollen an mehreren Tagen in der Woche oder ausschließlich zu Hause arbeiten. Bei den 50-60jährigen sind es 61% und bei den über 60-Jährigen immer noch 50%. Größere Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt es hingegen nicht.

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Allerdings genauso wahr ist, dass 25% der Befragten gerne jeden Tag ins Büro gehen. Vielleicht weil es dort schönere Topfpflanzen gibt, vielleicht weil sie es zu Hause nicht aushalten, vielleicht weil sie stolz auf ihr neues Auto sind?

Wenn also soviele Leute gerne zu Hause arbeiten möchten, warum zieren sich dann die Unternehmen so, derartige Arbeitformen anzubieten?

Ich vermuten, weil sie den Mitarbeitern mißtrauen. Wer zu Hause arbeitet, so die häufig anzutreffende Meinung, arbeitet eigentlich gar nicht, sondern meldet sich morgens im Firmennetzwerk an und läßt dann den ganzen Tag den PC laufen, obwohl er parallel die Kinder versorgt und putzen geht.

Dieser Irrwitz ist genauso absurd, wie die Unterstellung, dass die Kindergelderhöhung doch nur in Zigaretten- und Alkoholkonsum gesteckt wird. Wo sind wir denn eigentlich? Traut uns denn miemand mehr Eigenverantwortung und soziales Gewissen zu? Aus welchem Holz sind denn Führungskräfte geschnitzt, wenn sie immer nur Schlechtes von Bürgern oder Mitarbeitern denken?

Ich warte auf den Tag, wo ich für jeden Toilettengang einen Antrag ausfüllen muss, dessen Genehmigung ich abwarten muss, bevor ich aufstehen darf. Na, das wird ein Gestank …:-)

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